News:

Weihnachtsfreude von Tchibo für die AÖF-Frauenhäuser

.

Die Mitarbeiterinnen und Betreuerinnen der AÖF-Frauenhäuser sind sehr bemüht, den Frauen und Kindern Weihnachten und die Feiertage besonders schön und liebevoll zu gestalten – so können sie die schlimmen und...

Weiterlesen

Neues Frauenhaus Tirol eröffnet

.

"Schrittweise und kein bisschen leise" Nach 18 Jahren der Ausdauer und Beharrlichkeit fand am 23. November 2019 die feierliche Eröffnung des neuen Tiroler Frauenhauses in Innsbruck statt. Es war ein unglaublich...

Weiterlesen

4. Weltfrauenhauskonferenz 2019 in Taiwan

.

Ein Team des Verein AÖF – Autonome Österreichische Frauenhäuser ist von 5.-8. November 2019 bei der 4. Weltfrauenhauskonferenz 2019 in Kaohsiung/Taiwan vertreten, bei der wir auch das Stadtteilprojekt StoP – Stadtteile...

Weiterlesen

Das war die Matinee "Hellwach" 2019

.

Das war die Matinee Hellwach 2019 Auch dieses Jahr fand am internationalen Tag des Friedens, dem 21. September die Matinee Hellwach wieder in der Wiener Staatsoper, veranstaltet vom AÖF - Verein...

Weiterlesen

15 Jahre Frauenhaus Burgenland

.

Herzliche Gratulation zum Jubiläum 15 Jahre Frauenhaus Burgenland! Dieses Jahr feiert das Frauenhaus Burgenland sein 15jähriges Bestehen. Als letztes der 15 autonomen Frauenhäuser wurde es 2004 gegründet – damit bekam auch...

Weiterlesen

Social Media Links

Facebook-Button

Twitter Buttoninstagram Button für Youtube  linkedin 128

 

Projekt-Partnerschaften

 Logo vgmn partnerin

Button für GewaltFREI leben kampagneWAVEmember 400px

 world shelter conference 2019 banner

 

PA 28.11.2019: Beinahe jede Woche ein Mord an einer Frau!

Schwarze Fahne (C) AOEF               Logo Frauenhelpline 400x310                              12RZ AOEF LOGO ohne HG 2

 

Pressemitteilung

Beinahe jede Woche ein Mord an einer Frau!
Der AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser hisst erneut die Schwarze Fahne anlässlich des 33. Mordes1 an einer Frau im Jahr 2019.

Wien, 28.11.2019. Gestern hat ein Mann in Favoriten seine Ehefrau und Mutter von fünf Kindern mit einem Messer erstochen. Laut Innenministerium wurden 2019 bereits 33 Frauen in Österreich ermordet. Der Verein AÖF ist zutiefst erschüttert über die neue hohe Zahl an Tötungsdelikten an Frauen. Aber auch darüber, dass Kinder diese schreckliche Tat miterleben und selber Hilfe holen mussten.

Wir appellieren daher eindringlich an diese und an die nächste Regierung, endlich in wirksamere Maßnahmen zum Schutz und in die Sicherheit von Frauen und deren Kindern zu investieren.

Wie die Istanbul-Konvention – das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – vorsieht, braucht es eine signifikante Budgeterhöhung für effektive Präventionsmaßnahmen. Angesichts der immens hohen Folgekosten von Gewalttaten benötigt es mindestens 210 Millionen Euro pro Jahr.

Die von BMI und BKA angekündigten Maßnahmen wie den Ausbau der Fachberatungsstellen bei sexueller Gewalt, Sensibilisierungsworkshops für Schülerinnen und Schüler und Initiativen gegen Hass im Netz sind notwendig. Doch dies ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein!

Es muss eine klare Strafverfolgung von Gewalttaten an Frauen und häuslicher Gewalt umgesetzt werden – bevor ein Mord passiert. Dazu gehören lückenlose Ermittlung und Beweisführung sowie die U-Haft für sehr gefährliche Täter. Doch Anzeigen werden immer noch viel zu oft eingestellt und Drohungen seitens des Täters werden von Polizei und Justiz nicht ernst genommen. Das hat zur Folge, dass Täter weitere Taten, wie einen Mord an der betroffenen Frau, planen können – am gefährlichsten für die Frau ist die Zeit einer Trennung. Anstatt ein höheres Strafausmaß, das keinen Gefährder von der Tat abschreckt, braucht es die tatsächliche Anwendung des aktuellen Strafrahmens, Richtlinien zur Gefährlichkeitseinschätzung, flächendeckende opferschutzorientierte Täterarbeit sowie verpflichtende Fortbildungen in der Justiz im Bereich Gewalt an Frauen.

Im jüngsten Fall in Favoriten mussten darüber hinaus die fünf Kinder des Paares den Mord an ihrer Mutter durch den Vater mitansehen. Laut Medien alarmierten die zwölfjährige Tochter und ihr Bruder Polizei und Rettung. Kinder werden schwer traumatisiert und leiden lebenslang, wenn sie ZeugInnen eines Mordes an ihrer Mutter werden. Es braucht daher auch dringend einen Ausbau der kindergerechten psychologischen Betreuung bei Gewalt in der Familie.

Mit der Unterzeichnung der Istanbul-Konvention im Jahr 2013 hat Österreich sich verpflichtet, die darin erwähnten Maßnahmen um sexuelle und körperliche Gewalt gegen Frauen aktiv und effektiv zu bekämpfen, anzuwenden. Angesichts der alarmierenden Fallzahlen und des nunmehr 33. Mordes an einer Frau durch ihren Partner ist es 5 nach 12!

 

1 Diese neuen Zahlen zu Morden an Frauen wurden erst vor 2 Tagen von BMI und BKA präsentiert.

 

Kontakt:
AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Mag.a Maria Rösslhumer
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Tel.: 0664 793 07 89
www.aoef.at

 

Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555, rund um die Uhr, anonym, kostenlos und mehrsprachig: www.frauenhelpline.at
Kinderwebsite: www.gewalt-ist-nie-ok.at
Onlineberatung für Mädchen und Frauen im Helpchat: www.haltdergewalt.at

 

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

BMGF-Logo CMYK web klein   Logo MA57 Frauenservice StadtWien  BMASGK Logo klein