News:

Film "Und bist du nicht willig" mit dem Verein AÖF und dem Projekt …

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Der Verein AÖF und unser Nachbarschaftsprojekt "StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt" spielen eine prominente Rolle im Dokumentarfilm "Und bist du nicht willig" (2020) der österreichischen Regisseurin Andrea Eder. Nachdem der Film...

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Die Frauenhelpline 0800 222 555 in den Medien

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Die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555 war dieser Tage medial präsent: Birgit Wolf, Gewaltpräventionsexpertin und Mitarbeiterin der Frauenhelpline, sprach für das Portal Medianet zum Thema „Femizide: Verantwortung liegt auch bei...

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Interview mit Maria Rösslhumer in "Die ZEIT"

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"Männer, ihr seid dafür verantwortlich!" – AÖF-Geschäftsführerin Maria Rösslhumer sprach im Interview in der aktuellen Ausgabe der ZEIT über die Frage, warum in Österreich so viele Frauen ermordet werden und...

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Maria Rösslhumer im KURIER-Podcast

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  Foto-Credit: Andrea Peller Anlässlich des mittlerweile 9. Mordes an einer Frau durch ihren (Ex-)Partner war AÖF-Geschäftsführerin Maria Rösslhumer im Podcast des KURIER zu Gast und hat zum Thema "Frauenhass: Warum Männer...

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Ringvorlesung "Eine von fünf" gewinnt Veronika-Fialka-Moser-Diversität…

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Die Ringvorlesung „Eine von fünf“, die der Verein AÖF nunmehr seit 11 Jahren – mit wechselnden Schwerpunkten – in Kooperation mit der MedUni Wien und seit 2016 auch in Kooperation...

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Mordfälle

Mutmaßliche Frauenmorde und Mordversuche 2021 laut Medienberichten

Die Morde an Frauen in Österreich stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an – von 2014 bis 2018 haben sich die Morde an Frauen verdoppelt.

Liste mutmaßliche Frauenmorde 2021 laut Medienberichten (PDF)

Liste mutmaßliche Mordversuche an Frauen / schwere Gewalt 2021 (PDF)

 Datum         Morde                     Mordversuche / Schwere Gewalt

 3.8.

2021

 17  22

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PA 22.06.2021: Tiefschwarzer Tag in der Frauenhausarbeit: Mit 30. Juni verlieren wir zwei autonome Frauenhäuser in Salzburg – wegen politischer Willkür und Fahrlässigkeit!

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Presseinformation

Tiefschwarzer Tag in der Frauenhausarbeit: Mit 30. Juni verlieren wir zwei autonome Frauenhäuser in Salzburg – wegen politischer Willkür und Fahrlässigkeit!

Wien/Salzburg, 22.6.2021. Mit Ende Juni schließt das Frauenhaus in Hallein endgültig und wir verlieren damit 8 Frauenhausplätze und 12 Kinderschutzplätze in der Stadt Hallein, der zweitgrößten Stadt im Bundesland Salzburg. Auch das Frauenhaus in Salzburg wird zwei Organisationen übergeben, die keine Expertise im Gewalt- und Opferschutz haben.

„Der Verein AÖF mit mehr als 30jähriger Expertise und Knowhow in der nationalen und internationalen Frauenhausarbeit hat sich – trotz fragwürdiger und sinnloser Ausschreibung – beworben, wurde jedoch von der Kommission abgelehnt – intransparent und ohne nachvollziehbare Begründung. Wir sind sehr besorgt um das Wohl der gewaltbedrohten Frauen und Kinder in Salzburg – denn noch immer fehlt es an einem transparenten Konzept seitens der neuen Betreiber“, so Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF).

Das ist das Ergebnis der verantwortungslosen und fahrlässigen Politik in Salzburg!

Über 1.000 Frauen mit rund 900 Kindern haben in den letzten Jahrzehnten im „Haus Mirjam“ Schutz gesucht, qualifizierte Betreuung erhalten und wieder in ein Leben in Sicherheit und ohne Gewalt zurückgefunden. Doch mit 30. Juni wird es im Tennengau kein Frauenhaus mehr geben – durch die sinnlose und nicht nachvollziehbare Ausschreibung der Frauenhäuser Hallein und Salzburg durch Landesrätin Andrea Klambauer muss das Haus Mirjam schließen.

Politik auf dem Rücken von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern

Jedoch sind Frauenhäuser die Grundpfeiler im Gewalt- und Opferschutz und dürfen nicht mutwillig zerstört werden! Sie bieten umfassende Hilfe und individuelle Unterstützung für jede einzelne Frau, die aufgrund von Partnergewalt und familiärer Gewalt fliehen muss und begleiten sie und ihre Kinder auf dem Weg in ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben.
Durch die willkürliche Schließung bzw. Neuübernahme der seit mehr als 30 Jahren existierenden und nach anerkannten Qualitätsstandards geführten Frauenhäuser in Salzburg und Hallein wird die langjährige Erfahrung und Expertise der bisherigen Leiterinnen und Mitarbeiterinnen komplett ignoriert und dequalifiziert.

Regional gut bekannte Anlaufstelle für hilfesuchende Frauen bricht weg

„Wir sind gerade dabei, unsere letzten noch im Haus verbliebenen Frauen in Wohnungen unterzubringen. Für manche von ihnen ist dieser große Schritt zurück in ein ‚normales‘ Leben allerdings zu früh erfolgt“, erläutert Leiterin Doris Weißenberger, die finalen Entscheidungen vor dem Aus für das Haus Mirjam. Jede Unterstützung fanden Weißenberger und ihre Kolleginnen sowohl bei der Gemeinde und den Behörden wie auch bei der Bevölkerung. Das Haus Mirjam, das von der Pfarre mietfrei zur Verfügung gestellt wurde, ist in der Region gut bekannt fest, verankert und geschätzt – als Besonderheit dieses Frauenhauses war der Ort, wo Frauen Schutz vor Gewalt finden konnten, den meisten bekannt.

Immer wieder haben Nachbarn geläutet und sich erkundigt, womit sie helfen könnten: „Wir waren immer gut versorgt mit Spenden, ganz egal, ob es um Bettzeug für die Frauen ging oder Spiele für die Kinder.“, erzählt die Leiterin des Haus Mirjam. Dieser niederschwellige Zugang zeigte sich auch darin, dass jede Frau, die Hilfe brauchte, wusste, wohin sie sich wenden konnte. In der Ferchlstraße 26 fanden diese Frauen Schutz vor Gewalt, professionelle Betreuung rund um die Uhr und Unterstützung bei alltäglichen Problemen und Behördengängen.

„Für die Frauen bricht mit der Schließung eine Anlaufstelle weg“, so Doris Weißenberger, „viele Frauen kommen auch viele Jahre später noch, wenn sie Schwierigkeiten haben. Wir kennen ihre Geschichten, die Hintergründe für ihre Probleme und können helfen, eine Lösung zu finden.“

Das Frauenhaus in Hallein war nicht nur Schutzraum, sondern auch Arbeitsplatz: Mit dem Ende der Frauenhäuser Salzburg und Hallein verlieren 30 bestens ausgebildete Mitarbeiterinnen mit langjähriger Erfahrung ihre Arbeit – keine einzige wird von den neuen Betreibern übernommen.

Qualitätsvolle Frauenhäuser anstatt sicherheitstechnisch fragwürdiger Experimente

Es ist unverantwortlich, dass ausgerechnet jetzt, in Zeiten der durch Corona verursachten Krise, ein Frauenhaus schließen muss und dringend benötigte geschützte Frauenhausplätze gestrichen werden. Durch die Pandemie haben die Gewalttaten innerhalb der Familie nachweislich zugenommen. Schon 14 Frauenmorde in Österreich seit Jahresbeginn belegen, wie dringend notwendig erhöhter Gewaltschutz ist – die von Landesrätin Klambauer angedachten und nun umgesetzten neuen „Schutzwohnungen“ ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen sind aus Opferschutz- und Gewaltschutzperspektive abzulehnen, weil sie Frauen und Kinder noch mehr gefährden können.

Mit der kompletten Schließung des Haus Mirjam fällt ein wichtiger Teil der sozialen Landschaft einer ganzen Region komplett weg. Und für Salzburg bedeutet das, dass nun mit einem noch nirgends erprobten Konzept von in der Frauenhausarbeit unerfahrenen Organisationen ein fragwürdiges Experiment auf Kosten der gewaltbetroffenen Frauen und Kinder gestartet wird.

 

Kontakt:
AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Mag.a Maria Rösslhumer, GF
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 0664-793 07 89
www.aoef.at

Doris Weißenberger
Leiterin Frauenhaus Hallein - Haus Mirjam
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Tel. 06245/80 261
www.frauenhaus-hallein.at

Mag.a Birgit Thaler-Haag
Liquidatorin der „Frauenhaus Salzburg GmbH in Liqu.“
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Tel. 0664-48 605 47
www.frauenhaus-salzburg.at

 

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