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Schusswaffen sind tödlich für Frauen
Niemand braucht Schusswaffen – schon gar nicht im Haushalt. Der Verein AÖF fordert ein generelles Waffenverbot in Österreich
Wien, 25.10.2023. Schusswaffen im Haushalt sind eines der größten Gefährlichkeits- und-Sicherheitsrisiken für Frauen und letztendlich auf für die Kinder. Laut der jüngsten Studie von Institut für Konfliktforschung über Femizide in Österreich (Untersuchung über Frauenmorde. Eine quantitative und qualitative Analyse, April 2023) waren 35,9% der Täter im Besitz von legalen oder illegalen Schusswaffen.
Der 52-jährige mutmaßliche Täter aus der Steiermark, der vergangenen Samstag seine Ex-Frau ermordet hatte, war sogar im Besitz von 6 legalen Langwaffen. Wie kann das sein?
Männer, die zu Gewaltbereitschaft neigen und zusätzlich Waffen besitzen sind eine permanente Gefährdung und Bedrohung für Frauen, vor allem dann, wenn sie sich aus dieser Gewaltbeziehung befreien und aussteigen wollen und sich endgültig trennen wollen. Waffen im Haushalt sind oft wie eine Kriegserklärung für Frauen und Kinder.
Daher fordern wir ein generelles Schusswaffenverbot.
Kontakt:
Mag.a Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF und Koordinatorin von StoP-Österreich
Tel.: 0664 7930789
E-Mail:

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22. Femizid! Frauen werden der Reihe nach ermordet. Wo bleibt der Aufschrei der Regierung?
Der Verein AÖF fordert eine sofortige Gesamtstrategie zur Beendigung der Femizide und die Etablierung von "StoP-Stadteile ohne Partnergewalt" in allen Gemeinden
Wien, 21.10.2023. Wir sind vollkommen geschockt und erschüttert. Zwei Frauen wurden von gestern auf heute, bzw. innerhalb eines Tages ermordet. Sie wurden Opfer von Männergewalt, wie so viele andere Frauen auch. Immer mehr Frauen leben in „High Risk- Situationen“. Femizide und Mordversuche steigen wieder sukzessive an. 2023 sind es bereits 22 Femizide und 37 Mordversuche.
Aber was macht die Regierung? Sie schweigt. Sie ignoriert jeden Femizid. Es gibt kein Wort der Empörung, keine Empathie, kein Mitgefühl für die Angehörigen, keinen Aufschrei! Gewalt an Frauen wird verharmlost, obwohl es die größte Krise unserer Demokratie und Gesellschaft ist. Das ist Täterschutz und eine Form der Frauenverachtung.
Es fehlt an einer Gesamtstrategie im Gewaltschutz und bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention. Regierung, Bund und Länder arbeiten nicht gut zusammen. Alle sollte gemeinsam strategisch wirksame und nachhaltige Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt setzen, wie z.B. einen Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und an einer tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Mädchen. Gewalt an Frauen erfährt nur eine „Oberflächenbehandlung“. Das tiefsitzende Patriarchat mit den toxischen Verhalten und frauenverachtenden Einstellungen wird nicht an den Wurzeln gepackt und politisch prioritär behandelt. Damit sich radikal und fundamental etwas ändert, müsste viel Geld investiert werden, aber auch das passiert nicht.
Informationskampagnen wirken nicht, solange sie nicht breit aufgestellt sind. Die große Bewusstseinskampagne "StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt" hingegen steht auf mehreren Säulen und ist daher effizient und wirksam. StoP sollte daher in allen 2000 Gemeinden angesiedelt werden, so dass Männergewalt an Frauen keine Chance mehr hat. Die Umsetzung würde 81 Millionen Euro pro Jahr kosten. Das ist ein Bruchteil von 250 Millionen Euro, die wir seit Jahren für die Gewaltprävention fordern. www.stop-partnergewalt.at
Kontakt:
Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF und Koordinatorin von "StoP-Stadteile ohne Partnergewalt" in Österreich
Tel.: 0664 793 0789
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Der StoP-Männerlauf gegen Gewalt an Frauen und Kindern geht in die 3. Runde. Lauf auch Du mit und setze ein Zeichen!
Der Männerlauf findet bereits zum dritten Mal statt. Der erste Lauf wurde am 1. Dezember 2022 im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen veranstaltet. Beim zweiten Lauf am 12. April 2023 konnte die Teilnehmerzahl versechsfacht werden. Die Idee für den Männerlauf entstand im Rahmen der Männertische in Margareten.
Ein Schwerpunkt bei der StoP-Gemeinwesenarbeit gegen Partnergewalt ist die Mitwirkung von Männern.
StoP arbeitet mit Männern, die zu einer Verbesserung der Gesellschaft beitragen und Gewalt an Frauen und Kindern sowie Femizide verhindern wollen. Männer verbünden sich bei StoP feministisch und solidarisch mit aktiven Nachbarschaften und Frauenorganisationen, nehmen eine klare Haltung gegen häusliche Gewalt ein und zeigen Zivilcourage gegen Partnergewalt. StoP arbeitet an einer feministischen Männerbewegung gegen das Patriarchat und für einen grundlegenden Wandel in unserer Gesellschaft. Durch den Männerlauf soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass es viele Männer gibt, die Gewalt an Frauen und Kindern nicht tolerieren. Am Männerlauf teilzunehmen, ist ein großartiger Beitrag zum Gewaltschutz in Österreich, doch es ist nur der erste Schritt. Diese Aktion soll ein Anreiz für Männer sein, um sich bei den Männertischen in den Bezirken zu beteiligen, sich mit dem Thema Partnergewalt auseinandersetzen und Aktionen zu organisieren, um darauf aufmerksam zu machen und sie zu verhindern. Nur durch eine breite Bewegung ist es möglich, die vorwiegend von Männern ausgehende Gewalt an Frauen zu beenden.
Was ist StoP?
Das Nachbarschaftsprojekt StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt setzt sich – durch zahlreiche Aktivitäten – zum Ziel, Partnergewalt und häusliche Gewalt an Frauen und Kindern zu stoppen und zu verhindern. Die Zielgruppen bei StoP sind Nachbar*innen und Multiplikator*innen aller Altersgruppen, Nationalitäten, Geschlechter und Religionen. Mit den Frauen- und Männertischen, aber auch aktivierenden Gesprächen an Wohnungstüren wollen wir viele Menschen erreichen und sie dazu ermutigen, Zivilcourage gegen Partnergewalt auszuüben. Das StoP-Projekt wurde von Prof.in Sabine Stövesand an der HAW in Hamburg konzipiert und wird in Österreich vom AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser koordiniert.
Mehr Informationen unter www.stop-partnergewalt.at.
Kontakte:
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Mag.a Maria Rösslhumer Geschäftsführerin des AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser und Gesamtkoordinatorin von StoP-Österreich E-Mail: Tel.: 0664 793 07 89 |
Mario Depauli Koordinator für feministische StoP-Männerarbeit in Wien Simmering E-Mail: Tel.: 0660 461 93 68 |
StoP wird dankenswerterweise finanziert von:
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Fonds Gesundes Österreich, FGÖ
Wiener Gesundheitsförderung, WiG
Bundesministerium für Inneres, GEMEINSAM.SICHER

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Männergewalt an Frauen ist die größte Krise der Demokratie
Eine ernsthafte Aufarbeitung der Täterschaft und ein konsequenter Umgang mit Tätern fehlt bisher in Österreich
Wien, 15.9.2023. Männergewalt hat in Österreich seit Anfang des Jahres erneut 17 Frauenleben und 34 Mordversuche gefordert. Aber anstatt Täter ernsthaft zur Verantwortung zu ziehen, werden betroffene Frauen beschuldigt. Aber anstatt hinzuschauen, es ernsthaft anzugehen, wird weggeschaut, wird verdrängt, es wird abgelenkt. Einer der Hauptgründe, warum das massive Ausmaß der Männergewalt an Frauen kein Ende nimmt.
Der österreichische Filmmacher Günter Schwaiger appelliert seit Jahren, sich mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen und zieht auch Parallelen in seinem jüngst erschienenen Film „Wer hat Angst vor Braunau“ und sagt „In einer Gesellschaft, in der seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute die meisten NS-Täter straffrei geblieben sind, muss zwangsläufig eine gewisse “Täter-Toleranz” zur Denkgewohnheit geworden sein. Statt hinzuschauen, wurde und wird einfach weggeschaut. Diese Art von "Nachsichts-Mechanismus" scheint auch in Bezug auf Täter von Gewalt gegen Frauen bis heute wirksam zu sein.
Und so wie Rassismus und Antisemitismus nie ganz verschwunden sind, ist auch das patriarchale Denken und Handeln in Österreich keineswegs Teil der Vergangenheit. Am Extremsten zeigt sich das in der Gewalt gegen Frauen, die in ihrem Kern nicht auf emotionalen Impulsen oder ungewollter Eskalation beruhen, sondern auf der bewussten oder unbewussten männlichen Überzeugung, dass eine Frau nicht das Recht hat frei zu sein“.
Günter Schwaiger beschäftigt sich seit Jahren mit den Ursachen und Auswirkungen der Gewalt an Frauen und Kindern. Seine berührenden Filme „Martas Koffer“ (2013) und „Der Taucher“ (2019) zeigen die verzweifelte Lage von betroffenen Frauen und Kindern und diese Filme sind ein Appell, dieses tiefsitzende patriarchale System zu unterbrechen.
Günter Schwaiger ist auch ein langjähriger Verbündeter von „StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt“ im Verein AÖF, wo wir vor allem an die verantwortliche Politik und den männlichen Teil der Bevölkerung appellieren, sich zu engagieren. Auch hier stellt der Filmemacher Günter Schwaiger unmissverständlich klar: „Viele Männer glauben, wenn sie selbst nicht gewalttätig sind, geht sie das Thema nichts an. Doch gerade wir Männer müssen uns damit befassen, wir sind verantwortlich für diese Gewalt. Es ist natürlich sehr schmerzhaft. Auch ich hatte Berührungsängste, weil man schnell das Gefühl bekommt, dass man da in Abgründe blickt. Das Problem wird man aber nur lösen können, wenn wir Männer uns endlich in den Spiegel sehen – da geht kein Weg daran vorbei“ (Günter Schwaiger, Zitat aus einem Interview mit Der Standard am 2.12.2019).
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Mag.a Maria Rösslhumer
AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Tel.: 0664 793 07 89
www.aoef.at

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Frauenverachtendes 10-Sekunden-Urteil in Italien: Verein AÖF fordert Opferschutz anstatt Täterschutz von Justiz und Behörden!
Polizei und Justiz sind auch hierzulande täterschutzorientiert.
Wien, 18.7.2023. Der Freispruch eines Gewalttäters im Fall von sexueller Gewalt empört viele Menschen, vor allem Frauen! Entgegen der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren hat das Gericht einen Mann, der einer Schülerin in die Hose gegriffen hatte, vom Vorwurf der sexuellen Belästigung freigesprochen, mit der absurden Begründung, dass „die Tat nur 10 Sekunden gedauert“ hätte. Das ist eindeutig Täterschutz! Sexuelle Belästigung bzw. sexuelle Gewalt bleibt eine Straftat und ist klar zu verurteilen, egal wie lange die Tat gedauert hat. Dieses skandalöse Urteil ist ein Paradebeispiel täterzentrierter Justiz.
Auch in Österreich erleben wir oft, dass mit Gewalttätern seitens Polizei und Justiz sehr nachsichtig umgegangen wird, aber betroffenen Frauen gegenüber sehr hart. Sie werden stattdessen „bestraft“, ihnen wird nicht geglaubt, sie werden nicht ernstgenommen, die Tat verharmlost und es wird ihnen vorgeworfen, „dass sie sich ja nicht gewehrt hätten“. Bekannte Mechanismen bei Gewalt an Frauen (z.B. mögliche Schockstarre seitens des Opfers bei Übergriffen) werden ignoriert und sogar gefährliche Täter werden meistens nur auf freiem Fuß angezeigt anstatt in U-Haft genommen. Viele Anzeigen werden zu schnell eingestellt. Täter werden oft freigesprochen und wenn es doch zu einer Verurteilung kommt, wird das gesetzlich vorgegebene Strafmaß nicht ausgeschöpft.
Diese unsäglichen Praktiken müssen ein Ende haben! Wir verlangen eine klare und eindeutige Haltung gegen jede Form der Gewalt an Frauen! Fehlurteile gegen Opfer müssen Konsequenzen haben. Wir verlangen regelmäßige verpflichtende Schulungen für Polizei und Justiz, eine klare Strafverfolgung von Gewalttaten an Frauen, inkl. lückenloser Ermittlungen und Beweisführung und ggf. auch die Anwendung der U-Haft für gefährliche Täter. Wir fordern eine Dauersensibilisierung aller Richter*innen und Justizbeamt*innen für die Folgen von Traumatisierung durch verpflichtende Fortbildungen und klare Richtlinien bei Gewalt an Frauen und Kindern. Die Maßnahmen der Istanbul-Konvention, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (2013 von Österreich ratifiziert), müssen lückenlos umgesetzt werden. Es braucht endlich effektiven Opferschutz anstatt Täterschutz!
Kontakt:
AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Mag.a Maria Rösslhumer
Tel.: 0664 793 07 89
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