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Männer zeigen Zivilcourage und laufen gegen Femizide
Mach mit, lauf mit, nimm andere Männer mit! Zum 4. StoP-Männerlauf am 30.11. am Wiener Ring
StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt lädt zivilcouragierte Männer ein, am kommenden Donnerstag, 30. November, im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen beim 4. StoP-Männerlauf gegen Femizide und Gewalt an Frauen mitzulaufen. Gestartet wird vor der Wiener Staatsoper. Die Strecke verläuft um den Ring und ist etwa 5 km lang.
Alle Teilnehmer erhalten vor dem Start ein StoP-T-Shirt oder eine StoP-Fahne. Wer nicht gerne läuft, kann auch mitradeln.
Ziel ist es, eine klare Haltung gegen Gewalt an Frauen und Kindern zu zeigen. Männer werden dazu aufgefordert ein klares öffentliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Gewalt an Frauen und Kindern ist ein Männerproblem und kann daher nur mit der Beteiligung von Männern gelöst werden.
Wann: 30. November 2023 ab 18:00 | Start: 19:00
Wo: vor der Wiener Staatsoper, Herbert-Karajan-Platz, 1010
Der Männerlauf wurde bei StoP-Männertischen konzipiert und findet bereits zum vierten Mal statt. Der erste Lauf wurde am 1. Dezember 2022 im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen veranstaltet. Beim zweiten Lauf am 12. April 2023 konnte die Teilnehmerzahl versechsfacht werden. Auch der dritte Männerlauf am 27. September in Simmering erfuhr regen Zuwachs mit etwa 70 Männern.
Nächstes Jahr geht es weiter:
15.03.2024 StoP-Männerlauf in Penzing
07.06.2024 Österreichweiter StoP-Lauf gegen Gewalt an Frauen
22.11.2024 StoP-Männerlauf um den Ring
StoP arbeitet mit Männern, die zu einer Änderung der Gesellschaft beitragen und Gewalt an Frauen und Kindern sowie Femizide verhindern wollen. Der Männerlauf soll zeigen, dass es viele Männer gibt, die Gewalt an Frauen und Kindern nicht dulden. Am Männerlauf teilzunehmen, ist ein Beitrag präventiv zu handeln. Es ist der erste Schritt und ein Anreiz für Männer, sich bei StoP zu beteiligen und sich aktiv mit Partnergewalt auseinanderzusetzen. Nur durch eine breite feministische Bewegung ist es möglich, Männergewalt an Frauen zu beenden.
Was ist StoP?
Das Nachbarschaftsprojekt StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt setzt sich zum Ziel, Partnergewalt und häusliche Gewalt an Frauen und Kindern zu stoppen. Nachbar*innen und Multiplikator*innen aller Altersgruppen, Nationalitäten, Geschlechter und Religionen können sich bei Frauen- und Männertischen, aber auch bei Aktionen beteiligen und Zivilcourage gegen Partnergewalt ausüben.
Das StoP-Projekt wurde von Prof.in Sabine Stövesand an der HAW in Hamburg konzipiert und wird vom AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser in Österreich koordiniert. Mehr Informationen findest Du unter www.stop-partnergewalt.at.
Rückfragen & Kontakt:
Jan Wunderlich
Koordinator für feministische StoP-Männerarbeit in Wien Margareten
E-Mail:
Tel.: 0660 917 19 12
www.stop-partnergewalt.at

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26 Femizide und 41 Mordversuche an Frauen!
Unsere Maßnahmen sind zahnlos, weil Gewalttäter nicht gestoppt werden
Wien, 24.11.2023. Die Bilanz anlässlich der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ ist auch heuer wieder verheerend!
Das bedeutet, die Maßnahmen greifen nicht! Sie schützen die Gewalttäter, nicht aber die vielen betroffenen Frauen und Kinder. Unser Gewaltschutzsystem ist aufgeblasen und wirkungslos, denn es kann und will Frauen und Kinder nicht vor Männergewalt schützen.
Österreich war lange Zeit Vorbild in Sachen Gewalt- und Opferschutz, aber jetzt heißen wir „Land der Femizide“. Das ist eine Schande für unser Land! Die Regierung präsentiert ständig neue Maßnahmen, aber solange das Problem nicht tiefgreifend an den Wurzeln gepackt wird, werden Frauen sterben und Kinder schwer traumatisiert zurückbleiben.
Solange es keine Gesamtstrategie gibt – zwischen Regierung, Bund, Ländern und Gemeinden – die an einem Strang ziehen, werden Gewalttäter weiterhin nicht zur Verantwortung gezogen.
Solange die Behörden – Justiz, Polizei, Ämter für Kinder- und Jugendhilfe, etc. – Täter in ihrer Auffälligkeit und Gefährlichkeit nicht sofort erkennen und stoppen, werden Frauen zermürbt, allein gelassen und in Angst und Panik versetzt.
Solange sich die zuständigen Institutionen und Einrichtungen ständig abgrenzen und die Frauen im Kreis herumschicken, werden Täter geschützt.
Solange die Gefährlichkeit der Täter nicht oder falsch eingeschätzt wird, ist das ein Freibrief für die Täter und das Todesurteil für viele Frauen.
Solange laufend nur die Betroffenen beschuldigt werden, anstatt die Gewalttäter, wirken unsere Maßnahmen nicht.
Solange sich die tiefsitzenden frauenverachtenden Einstellungen und Werte nicht ändern und toxisches Verhalten toleriert und akzeptiert wird, werden Täter geschützt.
Solange es keine Sanktionen und Konsequenzen für Gewaltausübende gibt, haben Frauen kein Vertrauen in das Opferschutzsystem.
Solange Schusswaffen in Haushalten erlaubt sind, sind Frauen und Kinder schwer gefährdet.
Solange es keine breitaufgestellten Bewusstseinskampagnen gibt, wird sich in den Köpfen der Männer und Menschen in unserer Gesellschaft nichts ändern.
Solange es „StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt“ nicht in allen Gemeinden gibt, werden wir keinen fundamentalen und radikalen Wandel in unserer patriarchalen Gesellschaft erleben.
Solange kaum Geld in Gleichstellung und Gewaltprävention investiert wird, werden wir noch viele Femizide beklagen müssen.
Wir fordern daher die gesamte Regierung auf, Gewalttäter zu sanktionieren und zur Rechenschaft zu ziehen.
Wir fordern die gesamte Regierung auf, viel Geld zu investieren, damit Frauen und Kinder zu Hause und überall sicher leben können.
Wir fordern mindestens 250 Millionen Euro jährlich, davon mindesten 83 Millionen für die Etablierung von „StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt“ und zusätzlich mehr als 3000 Vollzeitkräfte in der Gewaltprävention.
Kontakt:
Mag.a Maria Rösslhumer
Geschäftsführerin des AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
und Gesamtkoordinatorin von StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt
Tel.: 0664 793 07 89
www.aoef.at

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Mann O Mann – Der Fragebogen für Männer zur Selbstüberprüfung ihres Gewaltpotenzials
Wien, 7.11.2023. Das Ausmaß der Gewalt an Frauen und Kindern ist alarmierend hoch. Jede dritte Frau in Österreich ist ab ihrem 15. Lebensjahr mindestens einmal von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Die Täter sind den Betroffenen zum Großteil bekannt. In rund 90% der Fälle von häuslicher Gewalt geht die Tat von einem Mann aus. 29 Femizide waren es 2022. Heuer mussten wir bereits 24 verzeichnen.
Die Geschichten und individuellen Tathergänge mögen unterschiedlich sein, doch genauso gibt es Gemeinsamkeiten. In der Fachliteratur werden Muster, um die Partnerin klein zu halten, sie zu isolieren und systematisch ihr Selbstbewusstsein zu untergraben Täterstrategien genannt. Was sich erstmal drastisch anhört, lässt sich oft auch im Kleinen und im Alltag beobachten. Es sind die kleinen Nadelstiche und Herabwürdigungen, die das Fundament der Partnergewalt bilden, an dessen Spitze der Femizid steht.
Mit dem Fragebogen von StoP-Stadteile ohne Partnergewalt „Mann O Mann“ entwickelten wir einen niedrigschwelligen Selbsttest, um an konkreten Situationen abzufragen und offenzulegen, dass patriarchale Verhaltensmuster tiefer in uns verankert sind, als uns bewusst ist. Allen fällt es leicht sich von den drastischsten Formen von Gewalt an Frauen zu distanzieren. Wie sieht es aber aus, wenn der Mann die Partnerin nach einem Streit tagelang mit Schweigen straft? Wenn kontinuierlich über die Freundinnen der Partnerin hergezogen wird? Wenn heimlich Nachrichten am Telefon gelesen werden? Wenn der Partner alleinig das Recht auf die finanziellen Ausgaben beansprucht? Auch hierfür gilt es Bewusstsein zu schaffen.
Aus diesem Grund möchten wir von StoP an Sie herantreten, um den Fragebogen im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ in ihrem Medium zu veröffentlichen. Damit kann ein starkes Zeichen gesetzt werden. Der Fragebogen kann der dringend notwendige Reflexionsanstoß für viele Männer sein, ihre eigenen Verhaltensweisen zu hinterfragen. Den Fragebogen finden sie hier zum Download.
Die feministische StoP-Männerarbeit bestreitet viele Wege Männer zu erreichen, Verbündete zu werden im Kampf gegen Partnergewalt. Auch ein Fragebogen, welcher nicht unbedingt wissenschaftlichen Standards entspricht, aber auch nicht fundierten Überlegungen entbehrt, kann ein Schritt auf diesem Weg sein.
Das Nachbarschaftsprojekt StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt, dessen zentrales Ziel es ist häusliche Gewalt an Frauen und Kindern und Partnergewalt in unserer Gesellschaft zu verhindern, wird vom AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser seit Jänner 2019 mit vielen verschiedenen Aktivitäten koordiniert. Neben den sogenannten Frauentischen organisiert StoP auch Männertische. Dort treffen sich regelmäßig engagierte Männer, die erkannt haben, dass Männer einen wesentlichen Beitrag leisten können, um Partnergewalt und Gewalt an Frauen und Kindern sowie Femizide zu verhindern.
StoP bietet Männern die Möglichkeit feministisch aktiv zu werden, eine klare Haltung gegen Partnergewalt einzunehmen und Zivilcourage auszuüben. Wir brauchen Männer, die aufstehen und sich als Verbündete feministischen Bewegungen anschließen und somit ein lautstarkes Zeichen gegen den zunehmenden sexistischen und antifeministischen Backlash setzen. Aus dieser Grundhaltung ist die Initiative entstanden.
Bei Fragen zu dem Fragebogen wenden Sie sich an:
Nikolas Becker
E-Mail:
Tel: +43 660 6519950

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Schusswaffen sind tödlich für Frauen
Niemand braucht Schusswaffen – schon gar nicht im Haushalt. Der Verein AÖF fordert ein generelles Waffenverbot in Österreich
Wien, 25.10.2023. Schusswaffen im Haushalt sind eines der größten Gefährlichkeits- und-Sicherheitsrisiken für Frauen und letztendlich auf für die Kinder. Laut der jüngsten Studie von Institut für Konfliktforschung über Femizide in Österreich (Untersuchung über Frauenmorde. Eine quantitative und qualitative Analyse, April 2023) waren 35,9% der Täter im Besitz von legalen oder illegalen Schusswaffen.
Der 52-jährige mutmaßliche Täter aus der Steiermark, der vergangenen Samstag seine Ex-Frau ermordet hatte, war sogar im Besitz von 6 legalen Langwaffen. Wie kann das sein?
Männer, die zu Gewaltbereitschaft neigen und zusätzlich Waffen besitzen sind eine permanente Gefährdung und Bedrohung für Frauen, vor allem dann, wenn sie sich aus dieser Gewaltbeziehung befreien und aussteigen wollen und sich endgültig trennen wollen. Waffen im Haushalt sind oft wie eine Kriegserklärung für Frauen und Kinder.
Daher fordern wir ein generelles Schusswaffenverbot.
Kontakt:
Mag.a Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF und Koordinatorin von StoP-Österreich
Tel.: 0664 7930789
E-Mail:

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22. Femizid! Frauen werden der Reihe nach ermordet. Wo bleibt der Aufschrei der Regierung?
Der Verein AÖF fordert eine sofortige Gesamtstrategie zur Beendigung der Femizide und die Etablierung von "StoP-Stadteile ohne Partnergewalt" in allen Gemeinden
Wien, 21.10.2023. Wir sind vollkommen geschockt und erschüttert. Zwei Frauen wurden von gestern auf heute, bzw. innerhalb eines Tages ermordet. Sie wurden Opfer von Männergewalt, wie so viele andere Frauen auch. Immer mehr Frauen leben in „High Risk- Situationen“. Femizide und Mordversuche steigen wieder sukzessive an. 2023 sind es bereits 22 Femizide und 37 Mordversuche.
Aber was macht die Regierung? Sie schweigt. Sie ignoriert jeden Femizid. Es gibt kein Wort der Empörung, keine Empathie, kein Mitgefühl für die Angehörigen, keinen Aufschrei! Gewalt an Frauen wird verharmlost, obwohl es die größte Krise unserer Demokratie und Gesellschaft ist. Das ist Täterschutz und eine Form der Frauenverachtung.
Es fehlt an einer Gesamtstrategie im Gewaltschutz und bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention. Regierung, Bund und Länder arbeiten nicht gut zusammen. Alle sollte gemeinsam strategisch wirksame und nachhaltige Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt setzen, wie z.B. einen Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und an einer tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Mädchen. Gewalt an Frauen erfährt nur eine „Oberflächenbehandlung“. Das tiefsitzende Patriarchat mit den toxischen Verhalten und frauenverachtenden Einstellungen wird nicht an den Wurzeln gepackt und politisch prioritär behandelt. Damit sich radikal und fundamental etwas ändert, müsste viel Geld investiert werden, aber auch das passiert nicht.
Informationskampagnen wirken nicht, solange sie nicht breit aufgestellt sind. Die große Bewusstseinskampagne "StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt" hingegen steht auf mehreren Säulen und ist daher effizient und wirksam. StoP sollte daher in allen 2000 Gemeinden angesiedelt werden, so dass Männergewalt an Frauen keine Chance mehr hat. Die Umsetzung würde 81 Millionen Euro pro Jahr kosten. Das ist ein Bruchteil von 250 Millionen Euro, die wir seit Jahren für die Gewaltprävention fordern. www.stop-partnergewalt.at
Kontakt:
Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF und Koordinatorin von "StoP-Stadteile ohne Partnergewalt" in Österreich
Tel.: 0664 793 0789
E-Mail:
Weitere Beiträge …
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