Weihnachtliche Spendenaktion für AÖF-Frauenhäuser: „Wunschzettel“ unterstützt von Gewalt betroffene Frauen und Kinder
In der Vorweihnachtszeit ruft der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) zur Spendenaktion „Wunschzettel“ auf.
Wien, 15.12.2025. Wenn wir zu Weihnachten ein sorgfältig ausgewähltes Geschenk öffnen, bereitet uns das große Freude. Frauen in Frauenhäusern stehen jedoch häufig vor akuten Herausforderungen, bei denen schnelle und unkomplizierte Hilfe entscheidend ist. Die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was im Moment am dringendsten gebraucht wird, schenkt Sicherheit und Halt.
Ihre Spende sorgt dafür, dass Hilfe genau dort ankommt, wo sie sofort gebraucht wird. Deshalb ruft der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) zur jährlichen Spendenaktion „Wunschzettel“ auf. Mit Geldspenden ermöglichen Sie flexible Soforthilfe. Gespendete Gutscheine helfen, einen konkreten Bedarf zu decken oder sich einen kleinen Wunsch zu erfüllen – zum Beispiel für Einkäufe, Haushaltswaren, Möbel oder Freizeitangebote. So unterstützen Sie direkt Frauen und Kinder, die in AÖF-Frauenhäusern Schutz vor Gewalt gefunden haben.
Warum Spenden so wichtig sind
Jede dritte Frau in Österreich erlebt ab ihrem 15. Lebensjahr mindestens einmal körperliche und/oder sexualisierte Gewalt. Für Betroffene ist das Frauenhaus ein Ort, an dem sie Schutz und Unterstützung finden. Besonders zu Weihnachten, wenn Konflikte zu Hause zunehmen, wächst der Bedarf an Unterbringung, Betreuung und finanzieller Hilfe.
Gutscheine helfen, wo es am dringendsten benötigt wird
In diesem Jahr freuen wir uns vor allem über gespendete Gutscheine. Während Sachspenden nach wie vor willkommen sind, geben Gutscheine und Geldspenden Frauen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was ihnen und ihren Kindern wirklich hilft – ob Kleidung, Lebensmittel, Bücher oder ein kleiner persönlicher Wunsch. Das stärkt nicht nur die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen, sondern vermittelt auch ein Stück Normalität in einer Situation, die häufig von Unsicherheiten und Verlust geprägt ist.
Sachspenden können weiterhin abgegeben werden, stellen für die AÖF-Frauenhäuser jedoch oft eine logistische Herausforderung dar. Gutscheine und Geldspenden hingegen erleichtern die Arbeit erheblich und können gezielt dort eingesetzt werden, wo der Bedarf am größten ist. So kommt die Unterstützung genau dort an, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Ob ein Einkaufsgutschein für Lebensmittel, Kleidung, Drogerie- und Haushaltsartikel oder vielleicht ein Gutschein für einen Kinobesuch oder Freizeitaktivitäten der Kinder – Schenken Sie Selbstbestimmung und Kraft für einen Neuanfang!
So helfen Sie
- Unter „Wunschzettel“ auf der AÖF-Website erfahren Sie, wie Sie eines der 16 autonomen Frauenhäuser in Österreich direkt unterstützen können.
- Unterstützen Sie mit Geld, Gutscheinen oder, nach Absprache, gezielten Sachspenden.
- Unternehmen können die AÖF-Frauenhäuser in ihrer Region bei Weihnachtsaktionen und jährlichen Projekten aktiv unterstützen – wir vernetzen Sie gerne und begleiten Ihr Engagement!
- Spenden bringen nicht nur weihnachtliche Freude, mit einer Geldspende unterstützen Sie die wichtige ganzjährige Arbeit der Frauenhäuser!
Spenden an die AÖF-Frauenhäuser und den Verein AÖF sind steuerlich absetzbar. Seit 2017 trägt der Verein AÖF das Spendengütesiegel.
Wir danken allen Spender*innen, die mit ihrer Unterstützung in der Weihnachtszeit ein Zeichen der Solidarität setzen – und Frauen und Kindern in den AÖF-Frauenhäusern ein Stück Sicherheit, Wärme und Normalität schenken.
Finanzielle Unterstützung
Sie möchten die AÖF-Frauenhäuser direkt unterstützen? Wir freuen uns über Ihre Spende auf das Frauenhaus-Spendenkonto:
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
ERSTE Bank
BLZ: 20111
IBAN: AT89 2011 1841 3643 6100
BIC/SWIFT: GIBAATWWXXX
Spende an die AÖF-Frauenhäuser: PayPal
Wenn Sie den Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser und seine Projekte unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihren Beitrag auf das AÖF-Spendenkonto:
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
ERSTE Bank
BLZ: 20111
IBAN: AT77 2011 1841 3644 3300
BIC/SWIFT: GIBAATWWXXX
Spende an den Verein AÖF: PayPal
Medien-Downloads für Website & Social Media:
Wunschzettel (1080x1350px)
Über den AÖF
Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser wurde 1988 gegründet und ist die Netzwerkorganisation von 16 autonomen Frauenhäusern in Österreich. Er ist Informationsdrehscheibe, Unterstützung, Service und Vertretung für seine Mitglieder. Die Frauenhäuser bieten gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern Schutz, Beratung und Unterstützung auf dem Weg in ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben.
Pressekontakt:
Lydia Mantler
Leitung Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)
www.aoef.at
|
Presseaussendung
JEDE 3. – Online-Kampagne macht auf Gewalt an Frauen aufmerksam Frauenhelpline 0800-222-555 – Hilfe bei Gewalt. Wir sind für dich da.
Wien, 20.11.2025 – Jede dritte Frau in Österreich erlebt körperliche und/oder sexualisierte Gewalt. Auf dieser Statistik basiert die neue Online-Kampagne „JEDE 3.“ des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF), die zum Auftakt der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen österreichweit startet. Die 16 Tage gegen Gewalt finden jährlich vom 25. November (Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen) bis 10. Dezember (Tag der Menschenrechte) statt. Weltweit wird in diesem Zeitraum auf das Ausmaß und die Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht. Das Kampagnenmotiv (© Steffi Sobotka) zeigt drei rote Lilien – eine davon ist eingeschnürt. Das Bild steht stellvertretend für die vielfältigen Abhängigkeitsverhältnisse sowie für Angst, Scham und die Furcht vor Konsequenzen, die für viele Betroffene eine wesentliche Rolle dabei spielen können, ob und wann Unterstützung in Anspruch genommen wird. Gleichzeitig macht es darauf aufmerksam, dass es einen sicheren Ort gibt, an den sich Frauen und Mädchen, die Gewalt erleben, sowie deren Angehörige jederzeit wenden können: Die Frauenhelpline gegen Gewalt ist rund um die Uhr, kostenlos, anonym und vertraulich unter 0800-222-555 erreichbar. Bei jedem Anruf wird zugehört, die individuelle Situation eingeordnet, sichere Handlungsschritte werden aufgezeigt und, wenn gewünscht, wird mit spezialisierten Beratungsstellen verbunden. Jede Anruferin entscheidet selbst, welche Schritte sie gehen möchte.
„Sich Hilfe zu holen heißt, Gewalt zu beenden und Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, diese Unterstützung leicht zugänglich zu machen und klar zu zeigen: Niemand muss Gewalt ertragen. Jede Betroffene hat das Recht auf Schutz, Hilfe und ein Leben frei von Gewalt“, betont Maja Markanović-Riedl, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF).
Über die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800-222-555
Die Frauenhelpline bietet betroffenen Frauen und Mädchen in Österreich rund um die Uhr kostenlose und anonyme Unterstützung. Mehrsprachige Beraterinnen stehen zur Verfügung, um in akuten Krisen zu unterstützen, Orientierung zu bieten und sichere Handlungsschritte aufzuzeigen. Als zentraler Teil des österreichischen Gewaltschutznetzes ermöglicht die Frauenhelpline nicht nur eine Situationsanalyse und die Planung gemeinsamer Schritte, sondern auch rasche Verbindungen zu Beratungsstellen, Gewaltschutzzentren, Frauenhäusern, Polizei und rechtlicher Unterstützung. Mit ihrem direkten Fokus auf geschlechtsspezifische Gewalt setzt die Frauenhelpline ein starkes Zeichen: Niemand muss Gewalt alleine bewältigen. Ein Anruf kann der entscheidende Schritt in ein sicheres Leben sein.
Aktuelle Zahlen im Überblick
In Österreich erleben 35 Prozent der Frauen zwischen 18 und 74 Jahren im Laufe ihres Lebens körperliche und/oder sexualisierte Gewalt – ein Wert, der die Dringlichkeit umfassender Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen deutlich macht. Trotz des rund um die Uhr verfügbaren, kostenlosen und anonymen Angebots der Frauenhelpline gegen Gewalt kennen jedoch nur rund 62 Prozent der Frauen diese zentrale Anlaufstelle (Quelle: Statistik Austria, 2022). Besonders besorgniserregend sind zudem die aktuellen Daten zu Femiziden: Laut AÖF-Erhebung aus dem Jahr 2024 waren von 27 getöteten Frauen 14 über 60 Jahre alt. Obwohl ältere Frauen damit überproportional häufig Opfer tödlicher Gewalt werden, sind sie in Unterstützungsstrukturen stark unterrepräsentiert; sie machen weniger als acht Prozent der Anruferinnen bei der Frauenhelpline und nur zwei Prozent der Bewohnerinnen in AÖF-Frauenhäusern aus. Diese Diskrepanz zeigt gravierende Unterstützungslücken auf. Sie macht deutlich, wie wichtig verstärkte Sensibilisierung, zielgruppengerechte Aufklärung, verpflichtende Schulungen im Gesundheits- und Pflegebereich, der Ausbau barrierefreier Frauenhausplätze sowie spezifische Unterstützungsangebote für pflegebedürftige Betroffene sind. Was Sie tun können Teilen Sie das Sujet. Sprechen Sie mit. Leiten Sie Hilfe weiter und unterstützen Sie uns mit einer Spende: AÖF-Spendenkonto: Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser IBAN: AT77 2011 18413644 3300 BIC/SWIFT: GIBAATWWXXX www.aoef.at/finanzielle-unterstuetzung Kampagnenmaterialien-Download: Instagram: @autonomefrauenhäuser, Facebook: verein.aoef
Credits: © AÖF / Steffi Sobotka
Über den Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) Der AÖF ist der Dachverband der 16 autonomen Frauenhäuser in Österreich. Er unterstützt und vernetzt die Frauenhäuser und betreibt zentrale Hilfsangebote wie die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555 und den HelpChat. Zu den Projekten des AÖF gehören die Informationsstelle gegen Gewalt, StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt, Bakhti, Zentrum für Empowerment sowie Informationskampagnen und EU-Projekte. Der AÖF arbeitet unabhängig, feministisch und setzt sich seit Jahrzehnten parteilich für Schutz, Prävention sowie für die Rechte von Frauen und Kindern ein.
Weitere Kampagnen, Aktionen und Vorträge im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ finden Sie in unserem Online-Kalender und auf unserer Website www.aoef.at. Wir danken unseren Kooperationspartner*innen und setzen gemeinsam ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Sujet-Design: © Steffi Sobotka / https://www.elfinger.at/ |
|
Kontakt: Lydia Mantler Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) |
|
|
|
|
|---|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weitere Beiträge …
- PA 12.05.2025: StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt: Laufend gegen Partnergewalt
- PA 15.04.2025: 45x Zivilcourage: Österreichs Stadtteile gegen Partnergewalt werden mehr
- PA 28.02.2025: Gewalt gegen ältere Frauen sichtbar machen
- PA 27.02.2025: Man(n) kümmert sich - Eine Aktion zum Equal Care Day 2025
- PA 05.02.2025: 10 Jahre One Billion Rising Austria: Pressekonferenz am 7.2.2025, 10 Uhr
- PA 15.01.2025: StoP ruft zur Mahnwache gegen Femizide auf
- PA 04.12.2024: Klagsverband/Frauenring/AK Wien/Netzwerk Frauen- und Mädchenberatungsstellen/Allianz GewaltFREI leben: Startschuss für Staatenprüfung Österreichs
- PA 27.11.2024: Heute sicher. Morgen sicher!
- PA 09.10.2024: Verein AÖF erhält Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte
- AVISO: Online-Pressekonferenz: Europarat stellt Lücken im Gewaltschutz für Frauen in Österreich fest
- PA 04.09.2024: StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt wird in ganz Österreich weiter ausgebaut
- PA 15.07.2024: "Safer place – Sicher unterwegs dank dir!"
- PA 28.06.2024: Unterstützung für Frauenschutzeinrichtungen in Krisenzeiten: EU-Projekt TRUST erfolgreich abgeschlossen
- PA 13.06.2024: 4 Femizide in 10 Tagen. Jeder Femizid ist einer zu viel.
- PA 08.03.2024: Internationaler Frauentag 2024: Gesamtstrategie zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen dringend notwendig

















