Die erste Ferienwoche hat gerade begonnen. Für viele ist das eine Zeit der Erholung – für manche aber auch eine Zeit der Unsicherheit. Denn wenn die Schulen schließen und die gewohnten Tagesstrukturen wegfallen, verschärft sich für gewaltbetroffene Frauen und Kinder eine ohnehin schwierige Situation.
Besondere Herausforderungen
Schulen und Ausbildungsorte bieten Distanz zum Zuhause und Ansprechpersonen. Mit den Ferien fällt dieser Schutzraum oft weg und bedeutet auch: weniger Abstand gegenüber potenzieller Gewalt zuhause und zusätzlicher Druck, Kinderbetreuung und Arbeit zu vereinbaren. Der Stress durch veränderte Routinen, finanzielle Sorgen und erzwungene Nähe führen häufig zu einer Eskalation von Gewalt.
Hinschauen und unterstützen
Es ist wichtig, aufmerksam zu sein und Betroffene nicht allein zu lassen. Wenn du von Gewalt betroffen bist oder jemanden kennst, der es sein könnte, hol dir Unterstützung:
Frauenhelpline: 0800 222 555
HelpChat: www.helpchat.at
Bei akuter Gefahr: Polizei 133
Frauenhäuser: www.aoef.at
Frauen- und Mädchenberatungsstellen: www.dfmb.at
Gewaltschutzzentren: www.gewaltschutzzentrum.at
Jede 3.
Jede dritte Frau in Österreich ist von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Mit der Kampagne "Jede 3." macht der AÖF diese Realität sichtbar, als alltägliches Problem, das uns als Gesellschaft jeden Tag betrifft. Die Kampagne richtet sich an Betroffene, an Menschen im Umfeld von Gewalt und an die Öffentlichkeit: Hilfe ist da, und niemand muss diese Last alleine tragen.

Kampagnensujet: Art Direction & Konzept: Steffi Sobotka / elfinger.at




