Laut der Statistik der autonomen österreichischen Frauenhäuser wurden im Vorjahr 2015 fast gleich viele Kinder wie Frauen in Frauenhäusern betreut.
Wien, 10. Mai 2016 – Knapp die Hälfte der Frauenhausbewohnerinnen waren 2015 Kinder. Frauenhäuser sind damit auch wichtige Kinderschutzeinrichtungen, in denen nicht nur Frauen, sondern auch Kinder umfassend betreut und unterstützt werden. Die Frauenhausmitarbeiterinnen begleiten die Betroffenen nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus weiter. Außerdem beraten sie Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, auch wenn sie nicht im Frauenhaus wohnen. Manche Frauen brauchen für ihren Schritt aus der Gewaltbeziehung Hilfe von außen. Umfassende professionelle Hilfe bekommen sie in den Frauenhäusern. Aber auch das Umfeld kann helfen, indem es nicht wegschaut, sondern Hilfe holt.
Frauenhäuser sind auch Kinderschutzeinrichtungen
Die AÖF-Statistik 2015 zeigt, dass mit 741 knapp die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner der 19 autonomen Frauenhäuser in Österreich Kinder waren (gesamt: 1.511 Personen, davon 770 Frauen). Frauenhäuser sind damit auch wichtige Kinderschutzeinrichtungen. In jedem Frauenhaus betreuen speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen die Kinder im Frauenhaus. Sie arbeiten mit ihnen das Erlebte auf, unterstützen sie bei der Bewältigung ihrer Gewalterlebnisse und geben Hilfestellung beim Lernen.
Im Frauenhaus können Frauen und Kinder zusammenbleiben
Das Besondere am Frauenhaus ist, dass hier Frauen gemeinsam mit ihren Kindern Schutz und Unterkunft finden. Viele Frauenhausbewohnerinnen erzählen von ihrer Angst, ihre Kinder zu verlieren, wenn sie sich vom gewalttätigen Kindesvater trennen. Diese Angst machen sich die Gewalttäter oftmals zunutze und drohen den Betroffenen, dass sie ihre Kinder nie wiedersehen würden, wenn sie ihn verlassen. Umso wichtiger ist es, dass im Frauenhaus die Betroffenen gemeinsam mit ihren Kindern betreut werden.
Hinschauen hilft: Beratung bei der Frauenhelpline 0800 / 222 555 – Schutz mit Polizeinotruf 133
Viele Frauenhausbewohnerinnen berichten von einem jahrelangen Martyrium im eigenen Zuhause. Vor allem wenn es zu besonders schweren Fällen von häuslicher Gewalt kommt oder wenn eine Frau in der eigenen Wohnung von ihrem Partner ermordet wird, stellen sich viele die Frage: „Hat das niemand bemerkt?“ Häusliche Gewalt bleibt oft nicht unbemerkt. Doch viele wissen nicht, was sie tun sollen, wenn sie den Verdacht haben, dass eine Bekannte oder Verwandte betroffen ist. Bei der Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555 stehen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr Mitarbeiterinnen für alle Fragen rund um Gewalt zur Verfügung. Im Vorjahr 2015 nahmen die Mitarbeiterinnen der Frauenhelpline insgesamt 8.252 Anrufe entgegen, im Durchschnitt sind das 23 Anrufe täglich. Davon stammten 7.199 Anrufe von Frauen und Mädchen. Die Anzahl der Anrufe ist im Vergleich zum Jahr 2014 um 232 gestiegen.
Wenn Gewalt unmittelbar beobachtet wird und die Betroffenen sofort Schutz brauchen, soll der Polizeinotruf 133 gerufen werden.
Das Frauenhaus: Ein Ort von Schutz und Sicherheit
Das Frauenhaus bietet von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern Schutz und Sicherheit. Um die Betroffenen vor weiterer Gewalt bestmöglich zu schützen, haben die Frauenhäuser eigene bauliche Sicherheitsvorkehrungen.
Sicherheit wird den Bewohnerinnen aber auch durch die Frauenhausmitarbeiterinnen gegeben. Nach dem Einzug ins Frauenhaus finden sie gemeinsam mit den Betroffenen heraus, welche nächsten Schritte für ihren Weg in ein gewaltfreies Leben wichtig sind. Diese Schritte betreffen oftmals das Sichern der Existenz. Die Sozialarbeiterinnen, Juristinnen und Psychologinnen, die in den Frauenhäusern arbeiten, unterstützen die Bewohnerinnen dann bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche und bei der Jobsuche. Besonderer Wert wird in den Frauenhäusern darauf gelegt, dass die Frauen zur Ruhe kommen können und psychologisch unterstützt werden, um ihre Gewalterfahrungen aufarbeiten zu können.
Betreuung nach dem Frauenhaus: Über 4.000 Nachbetreuungskontakte pro Jahr
Im Vorjahr 2015 gab es mehr als 4.000 Nachbetreuungskontakte zwischen den Mitarbeiterinnen der autonomen österreichischen Frauenhäuser und ehemaligen Frauenhausbewohnerinnen. Nach dem Auszug aus dem Frauenhaus werden die Frauen also nicht alleine gelassen, sondern weiter von den Frauenhausmitarbeiterinnen unterstützt. Die Kontakte erfolgen entweder telefonisch oder persönlich, indem die ehemalige Bewohnerin zur Beratung ins Frauenhaus oder die Frauenhausmitarbeiterin zu ihr nach Hause kommt.
Mehr als 7.000 zusätzliche Beratungen für Betroffene, die nicht im Frauenhaus wohnen
Die autonomen österreichischen Frauenhäuser unterstützen nicht nur ihre Bewohnerinnen, sondern auch Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind und nicht im Frauenhaus wohnen. Mehr als 7.000 Beratungen führten ihre Mitarbeiterinnen 2015 durch. 70 Prozent der Beratungen erfolgten telefonisch, 26 Prozent persönlich im Frauenhaus und 4 Prozent online.
Gesamte AÖF-Statistik 2015 unter www.aoef.at > Angebot > Statistiken der AÖF
Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist seit 1988 das Netzwerk der autonomen Frauenhäuser in Österreich. Autonome Frauenhäuser sind überparteiliche und überkonfessionelle Einrichtungen, in denen alle Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind, und ihre Kinder rasche und unbürokratische Hilfe, Schutz, Unterstützung und Beratung bekommen. Sie leisten als autonome Einrichtungen gesellschaftspolitische feministische Arbeit und setzen sich für den gleichen Zugang von Frauen zu Rechten und Ressourcen ein.
Rückfragehinweis
Silvia Samhaber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Verein AÖF
Telefon: 01 544 08 20-23
E-Mail:
Web: www.aoef.at
Gewalt an Frauen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem
Anlässlich des Internationalen Frauentages rufen die autonomen österreichischen Frauenhäuser zu Solidarität gegen Gewalt an Frauen auf.
Das Jahr 2016 hat mit erschreckenden Szenen begonnen: Unzählige Frauen mussten schwere sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht erleiden. Wenige Tage später wird bekannt, dass viele Täter einen ausländerrechtlichen Status haben. In der darauffolgenden Diskussion scheint für viele die Ursache von sexueller Gewalt an Frauen klar: Es sei ein Problem, das mit den Flüchtlingen ins Land getragen wird.
Realität und Relativierung
In der Auseinandersetzung mit den Vorfällen in der Silvesternacht, die nicht auf Köln beschränkt waren, auch in Wien und Salzburg haben Frauen von schweren sexuellen Übergriffen berichtet, wurde die Realität oftmals ausgeblendet. Nämlich dass Gewalt an Frauen nicht mit der Flüchtlingswelle, die seit dem Sommer 2015 Österreich und Deutschland erreicht hat, importiert wird. In Österreich spricht die Polizei durchschnittlich jeden Tag über 20 Wegweisungen aus, zum Großteil aufgrund der Gewalttätigkeit eines Mannes gegen eine Frau. Diese Zahl ist seit mehreren Jahren konstant. Sexuelle Gewalt erleiden Frauen hauptsächlich im privaten Umfeld, nicht auf der Straße. Viele feministisch denkende Personen, die sich öffentlich zu den Vorfällen geäußert und auf diese Fakten hingewiesen haben, waren mit dem Vorwurf der Relativierung konfrontiert. Dass sie, um nicht rassistisch zu sein, die Vorfälle entdramatisieren würden.
Weder Rassismus noch Verharmlosung: Solidarität ist gefragt!
Die Fakten sollten die Straftaten in der Silvesternacht nicht verharmlosen. Vielmehr sollten sie aufzeigen, dass (sexuelle) Gewalt an Frauen ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Sie sollten fremdenfeindliche Aufwiegelungen entkräften. Noch vor wenigen Monaten, im Sommer 2015 wurde sexuelle Gewalt an Frauen im Kontext der Ausweitung des § 218 StGB zur sexuellen Belästigung ins Lächerliche gezogen. Einen „Pograpsch-Paragrafen“ brauche es nicht, hieß es von denjenigen, die jetzt sexuelle Gewalt an Frauen als „Flüchtlingsproblem“ abtun. Die autonomen österreichischen Frauenhäuser stellen sich klar gegen diese Instrumentalisierung. Vielmehr fordern wir Solidarität gegen (sexuelle) Gewalt an Frauen, unabhängig davon, wer der Täter ist.
Gleichstellung statt Gewalt
Anlässlich des Internationalen Frauentags wollen wir erneut darauf hinweisen, dass Gewalt aufgrund des Geschlechts jede Frau treffen kann, unabhängig ihrer Herkunft oder Religion. Sie betrifft Frauen, die in Österreich geboren und aufgewachsen sind ebenso wie Frauen, die geflüchtet sind. Die Täter sind Männer, die in Österreich geboren und aufgewachsen sind ebenso wie Männer, die geflüchtet sind. Es ist nicht die Herkunft, die Gewalt an Frauen legitimiert, sondern es sind die traditionellen Wertvorstellungen, die mit traditionellen Geschlechterrollen einhergehen. Das gilt es zu thematisieren, hier gilt es kulturübergreifend anzusetzen: Die Grundlage für die Verhinderung von Gewalt an Frauen ist die Gleichstellung von Männern und Frauen.
Rückfragehinweis:
Maria Rösslhumer und Silvia Samhaber
Telefon: 01 544 08 20 / Mobil: 0664 793 07 89
E-Mail:
Web: www.aoef.at
Zum Internationalen Frauentag erscheint das Kochbuch der autonomen österreichischen Frauenhäuser
Besondere Rezepte verspricht das Kochbuch „So schmeckt die Welt. Besondere Frauen – besondere Rezepte“, das auf Initiative der autonomen österreichischen Frauenhäuser entstanden ist. Sie wurden von außergewöhnlichen Frauen zur Verfügung gestellt: von Frauenhausbewohnerinnen, die den Weg aus der Gewalt geschafft haben. Ihre Lieblingsrezepte aus aller Welt wurden von prominenten Meisterköchinnen und -köchen nach gekocht und um deren ganz persönliche Note ergänzt.
Am Vorabend des Internationalen Frauentags, am 7. März 2016 präsentiert der Verein AÖF gemeinsam mit dem echomedia buchverlag das Kochbuch in Wien.
Gemeinsames Kochen verbindet und stärkt
Frauen, die in ein Frauenhaus flüchten, haben eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Im Frauenhaus finden sie einen Ort, an dem sie sich wieder auf sich selbst und auf ihre Ressourcen besinnen und Kraft tanken können. Gemeinsame Aktivitäten wie Kochen und Essen können dabei helfen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Frauenhausalltags.
„Das gemeinsame Kochen und Essen symbolisiert vieles von dem, was wir den Frauen im Frauenhaus geben wollen. Vor allem wollen wir sie stärken, so wie es gutes Essen macht. Das gemeinsame Kochen und Essen ist ein Gemeinschaftserlebnis, das verbindet und einen Rahmen für intensive Gespräche bietet“, erzählt Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF und Herausgeberin des Kochbuchs.
„Im Kochbuch finden Sie auf 128 Seiten die Lieblingsrezepte unserer Bewohnerinnen. So vielfältig sie sind, so vielfältig sind auch die Rezepte. Die großartige Unterstützung der Meisterköchinnen und
-köche macht gemeinsam mit den Bildern der Fotokünstlerin Claudia Prieler das Kochbuch zu einem Erlebnis – für einen guten Zweck: Mit dem Kauf eines Buches unterstützen Sie die Arbeit der autonomen österreichischen Frauenhäuser und des Vereins AÖF“, so Birgit Thaler-Haag, Obfrau des Vereins AÖF und Geschäftsführerin des Frauenhauses Salzburg.
Es gibt zwei Gelegenheiten, mehr über das Kochbuch zu erfahren:
• 7. März 2016 im Studio 44 der Österreichischen Lotterien: Präsentation des Kochbuchs „So schmeckt die Welt: Besondere Frauen – besondere Rezepte“. Ab 19 Uhr.
• 12. März 2016 in der VHS Wiener Urania: Themennachmittag zum Internationalen Frauentag „CHANGE – Veränderung als Chance“. Von 14 bis 18 Uhr.
Mehr über die Veranstaltungen finden Sie unter www.aoef.at
Das Kochbuch ist im echomedia buchverlag erschienen. Es ist im Infoshop des Vereins AÖF unter www.aoef.at sowie im Buchhandel erhältlich.
Rückfragehinweis:
Maria Rösslhumer und Silvia Samhaber
Telefon: 01 544 08 20 / Mobil: 0664 793 07 89
E-Mail:
Web: www.aoef.at
Wir danken den Sponsoren!

Besondere Frauen - Besondere Rezepte
Auf Initiative der autonomen österreichischen Frauenhäuser ist dieses besondere Kochbuch entstanden, das auf lustvolle Art und Weise ein ernstes Thema mit dem Genuss guten Essens verbindet.
Beliebte Rezepte aus den verschiedensten Ländern, von den Frauenhausbewohnerinnen zur Verfügung gestellt, wurden von prominenten Meisterköchinnen und Meisterköchen nachgekocht und genießerisch mit ihrer jeweils ganz individuellen Note versehen.
Mit diesem Kochbuch wird die kraftvolle, lebensbejahende Funktion guten Essens hervorgehoben. Frauen, die in Frauenhäusern leben, haben meist eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Das Frauenhaus gibt den Frauen erst einmal physischen Schutz, ein Dach über dem Kopf und ein Umfeld, in dem sie zur Ruhe kommen können. Darüber hinaus ist das Frauenhaus ein Ort, an dem von Gewalt betroffene Frauen sich wieder auf sich selbst und ihre Ressourcen besinnen und Kraft finden können. Gemeinsame Aktivitäten wie Kochen können dabei helfen.
Prominente Köchinnen und Köche wie Eva Rossmann und Manfred Buchinger, Lisl Wagner-Bacher, Sarah Wiener, Stefanie Herkner, Annik Wecker, Rupert Schnait, Jacquline Pfeiffer, Raffaele de Sieno, Harald Pollak, Tom Frötsch und viele mehr haben für diese Buch gekocht. Die Fotokünstlerin Claudia Prieler hat sie mit ihrer Kamera dabei begleitet.
„So schmeckt die Welt. Besondere Frauen – Besondere Rezepte“ fotografiert von Claudia Prieler, herausgegeben von Maria Rösslhumer erschienen im echomedia buchverlag, ist
ab 8. März 2016 zum Preis von € 24,90 erhältlich (ISBN 978-3-903113-00-8, 128 Seiten, gebunden, durchgehend 4-farbig), unter anderem direkt beim Verein AÖF – online bestellbar unter www.aoef.at > Infoshop (Link: Zum Kochbuch)
Vorwort
von Maria Rösslhumer
Frauenhäuser sind wichtige und nicht mehr wegzudenkende Einrichtungen in unserer Gesellschaft. Sie bieten Schutz und umfassende Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder. Die Mitarbeiterinnen leisten tagtäglich unermüdlich Unterstützung. Mit diesem Buch möchten wir die Arbeit der Frauenhäuser belohnen und auf eine genussvolle Art und Weise sichtbar machen. Einzigartig, wie es Frauenhäuser sind, ist auch dieses Buch: Die Rezepte der Frauenhausbewohnerinnen wurden von prominenten Meisterköchinnen und Meisterköchen nachgekocht und genießerisch mit ihrer jeweils ganz individuellen Note versehen.
Kochen und gemeinsames Essen verbindet, stärkt und fördert unser aller Glückshormone. Das Zubereiten von Nahrung und das gemeinsame Essen haben in unserer Gesellschaft unterschiedliche Bedeutungen. Mit unserem Kochbuch wollen wir die kraftvolle, lebensbejahende Funktion guten Essens hervorheben. Frauen, die in Frauenhäusern leben, haben meist eine lange Leidensgeschichte hinter sich, die von Angst, psychischer, physischer und sexueller Gewalt und großem Stress geprägt ist. Das Frauenhaus gibt den Frauen erst einmal physischen Schutz, ein Dach über dem Kopf und ein Umfeld, in dem sie zur Ruhe kommen können. Darüber hinaus ist das Frauenhaus ein Ort, an dem von Gewalt betroffene Frauen sich wieder auf sich selbst und ihre Ressourcen besinnen und Kraft finden können. Gemeinsame Aktivitäten wie Kochen können dabei helfen.
Viele Frauen bereiten die täglichen Speisen in den Familien zu. Kochen kann aber nicht nur als der typischen Frauenrolle zugeschriebene Aufgabe, sondern auch als Ressource gesehen werden, die von Gewalt betroffenen Frauen auch in schwierigen Zeiten zur Verfügung steht. Kochen ist oft eine Tätigkeit, die nicht erst erlernt werden muss, sondern eine, die gewohnt ist und daher Sicherheit gibt. Beim Kochen kann aber auch aus gewohnten Pfaden getreten werden, Neues probiert werden. Frau kann ihre Kreativität ausleben und schnell Erfolgserlebnisse erzielen, wenn ein Rezept gelingt. Das wirkt sich positiv auf das Selbstwertgefühl aus, das bei von Gewalt betroffenen Frauen erst langsam wieder aufgebaut werden muss.
Ein Prinzip der Frauenhäuser ist das Leben in Diversität. Bei uns leben Frauen aus unterschiedlichen Nationen und Herkunftsländern. Diese Vielfalt und Internationalität spiegelt sich auch beim Kochen von Speisen wider. Über die vielen verschiedenen Gerichte aus unterschiedlichen Ländern kann Identität mit der Heimat erzeugt werden und ein gegenseitiges Kennenlernen anderer Kulturen entstehen.
Kochen kann als Ausdruck von Vielfalt, gleichzeitig aber auch für Gemeinsamkeit stehen. Verschiedene Länder haben verschiedene Speisen, wir müssen aber alle Nahrung aufnehmen, um die nötige Kraft für zukünftige Herausforderungen zu mobilisieren. Gerade Frauen in Frauenhäusern haben viele Entscheidungen zu treffen, die weit reichende Konsequenzen für sie selbst, aber auch für ihre Kinder nach sich ziehen. Dabei kann sie gutes Essen stärken, um einen positiven Ausblick auf die Zukunft zu gewinnen und das eigene Leben in die Hand nehmen zu können.
Das Zubereiten von Speisen hat überall auf der Welt großen sozialen Charakter. Beim Kochen und Essen kommen Menschen zusammen, frau kann beim gemeinsamen Zubereiten von Speisen über Erlebtes kommunizieren oder einfach für einige Stunden ihre Probleme vergessen und ganz in der Tätigkeit aufgehen.
Viele Gründe sprechen für ein Kochbuch, das Rezepte der von Gewalt betroffenen Frauen präsentiert. Auf diese Weise soll diesen Frauen eine Stimme gegeben werden, die über den Opferstatus hinausgeht. Das Buch soll die Arbeit der Frauenhäuser sichtbarer machen, betroffene Frauen unterstützen, aber auch allen anderen Leserinnen und Lesern Lebenslust und Freude bringen.
Rückfragehinweis – Verein AÖF
Maria Rösslhumer und Silvia Samhaber
Telefon: (+43 1) 544 08 20 / (+43) 664 793 07 89
E-Mail:
www.aoef.at
Rückfragehinweis und Fotos – Verlag echomedia:
echomedia buchverlag
Telefon: (+43 1) 524 70 86-451
E-Mail:
www.echomedia-buch.at
Wir danken den Sponsoren:

Gewalt an Frauen und Kindern kommt an 365 Tagen in Österreich vor. Sie kennt leider keine Weihnachtsferien oder sonstige Feiertage. Die Frauenhelpline 0800 / 222 555 steht Betroffenen und Angehörigen ebenso wie Institutionen auch in dieser emotional oft angespannten Zeit rund um die Uhr österreichweit und kostenlos zur Verfügung.
Besonders an Weihnachtstagen ist es wichtig, dass jemand da ist, der sich Zeit nimmt, um Anliegen anzuhören und gemeinsam nach möglichen Lösungen zu suchen. Durch einen Anruf bei der Frauenhelpline können Betroffene, Angehörige und Personen aus dem Umfeld von betroffenen Frauen rund um die Uhr Unterstützung, Begleitung, Beratung und Entlastung durch ein kompetentes Team von Psychologinnen, Juristinnen und Sozialarbeiterinnen erhalten.
Die Frauenhelpline bietet weiters Beratungen in arabischer, bosnisch-kroatisch-serbischer, englischer, russischer und türkischer Sprache an und kann durch eine Kooperation mit dem RelayService von gehörlosen Menschen in Anspruch genommen werden.
Das Team der Frauenhelpline unterstützt auch gewaltbetroffene Frauen auf der Flucht.
Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555
österreichweit – kostenlos – rund um die Uhr – anonym – vertraulich
Weitere Informationen unter www.frauenhelpline.at
Rückfragehinweis:
Mag.a Maria Rösslhumer
Telefon: 0664/793 07 89
E-Mail:
www.frauenhelpline.at
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