
Live aus der Volksanwaltschaft: Online-Auftaktveranstaltung der Ringvorlesung "Eine von Fünf: Schritt für Schritt aus der Gewalt"
Die diesjährige Ringvorlesung „Eine von fünf“ widmet sich dem Thema „Schritt für Schritt aus der Gewalt“. An insgesamt sieben Vorlesungstagen werden die einzelnen Schritte einer betroffenen Ehefrau und Mutter von zwei Kindern auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben durch Vortragende verschiedener Professionen erörtert.
Die Auftaktveranstaltung, die auch heuer wieder aus der Volksanwaltschaft übertragen wird, beleuchtet einen Sonderfall häuslicher Gewalt: Wenn das Zuhause eine Einrichtung ist, etwa ein Pflegeheim, eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderungen oder eine Kinder- und Jugend-WG. Expertinnen diskutieren darüber, wie dort Gewalt verhindert werden kann, und was Betroffene, aber auch Zeug*innen im Krisenfall tun können.
Zur Auftaktveranstaltung laden der AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, das Zentrum für Gerichtsmedizin der MedUni Wien und die Volksanwaltschaft herzlich ein. Sie findet am Mittwoch, 20. November 2024 von 18 bis 19:30 Uhr via Livestream statt. Teilnehmen können Sie über die Website der Volksanwaltschaft. Danach steht der Livestream unter volksanwaltschaft.gv.at zum Nachschauen zur Verfügung.
Podiumsdiskussion „Häusliche Gewalt im Pflegeheim – Wer hilft?"
Wann: Mittwoch, 20. November 2024, 18 Uhr
Wo: Livestream auf volksanwaltschaft.gv.at
Programm:
Podiumsdiskussion mit
- Bettina Caspar-Bures, Rechtsanwältin
- Jakob Kabas, Obmann „Pflegewelt Heim“
- Monika Rieder-Ehrentraut, Klinische Psychologin und Psychotherapeutin, Clearing-Expertin der Heimopferrenten-Kommission
- Karin Rowhani-Wimmer, Juristin, Ethikberaterin, Sozialarbeiterin. Leitung einer OPCAT-Kommission der Volksanwaltschaft
- Moderation: Volksanwalt Bernhard Achitz
Statements von
- Volksanwältin Gaby Schwarz: Begrüßung
- Andrea Berzlanovich, MedUni Wien: Eine von fünf – Überblick über die Ringvorlesung
- Maja Markanović-Riedl, Geschäftsführerin AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung steht allen Interessierten offen!
Informationen zur Anmeldung zur Ringvorlesung "Eine von fünf" im Wintersemester 2024/25 siehe hier – es sind noch Plätze frei.
Der HelpChat, die Online-Beratungsstelle für Frauen und Mädchen, hat ab 1. November 2024 an Freitagen von 18:00 bis 22:00 geöffnet.
Neue Öffnungszeiten: Täglich, 18:00 bis 22:00.
Alle Informationen zum HelpChat finden Sie unter haltdergewalt.at.
Von 30. September bis 1. Oktober fand die Internationale WAVE-Konferenz „From emergency support to violence prevention: 30 years of championing women’s rights“ in Wien statt.

Das österreichische Organisationsteam der WAVE-Konferenz, darunter Alia Luf (4.v.l.) und Martina Knoll (6.v.l.) von der Informationsstelle gegen Gewalt
Der Verein AÖF hat gemeinsam mit Women Against Violence Europe die Konferenz anlässlich des Jubiläums 30 Jahre WAVE organisiert und aktiv teilgenommen. Martina Knoll und Alia Luf von der Informationsstelle gegen Gewalt waren an der Organisation beteiligt. Vanessa Mdluli vom Projekt StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt war am Podium zum Thema Prävention von Gewalt an Frauen und Femiziden vertreten und hat gemeinsam mit Jan Wunderlich einen Workshop zum Thema wie aktive Nachbarschaft häusliche Gewalt stoppen kann, geleitet.

Alia Luf, Verein AÖF (links im Bild), mit Marie-Theres Prantner, BKA

Vanessa Mdluli (2.v.r.) von StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt spricht am Podium bei der WAVE-Konferenz
Der Verein AÖF wurde mit dem Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte ausgezeichnet. Besonders gewürdigt wird damit die unermüdliche Arbeit der Mitarbeiterinnen in den Frauenhäusern, die einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt leisten.
„Stellen wir uns eine Welt vor, in der es keine Morde an Frauen mehr gibt, eine Welt, in der Frauen nicht gedemütigt, vergewaltigt, geschlagen werden. Eine Welt, in der Frauen einfach nur die selben Rechte haben wie Männer! Wir als Autonome Österreichische Frauenhäuser wollen uns das nicht nur vorstellen. Wir kämpfen dafür dieser Realität jeden Tag näher zu kommen“, betonte Geschäftsführerin Maja Markanović-Riedl in ihrer Rede.
Ein herzlicher Dank gilt der Jury für diese wertvolle Auszeichnung und allen Unterstützer*innen, die gemeinsam mit uns gegen geschlechtsspezifische Gewalt einstehen!

(v.l.n.r.) Maja Markanović-Riedl und Alicja Świtoń, Geschäftsführerinnen AÖF / Maja Markanović-Riedl, Geschäftsführerin AÖF

(v.l.n.r.) Ewald Nowotny, Vorsitzender des Kuratoriums der Bruno-Kreisky-Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte, Alicja Świtoń, Geschäftsführerin AÖF, Beate Winkler, ehemalige Direktorin der EU-Grundrechtsagentur, Maja Markanović-Riedl, Geschäftsführerin AÖF, Oliver Rathkolb, Vorstandsmitglied der Bruno-Kreisky-Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte
Fotos: Verein AÖF






