Nachbarschaftsprojekt StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt

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      StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt ist ein Gewaltpräventionsprojekt, das sich für eine gewaltfreie Nachbarschaft einsetzt, um häusliche Gewalt an Frauen und Kindern, sowie Partnergewalt und Femizide zu verhindern. Nachbarinnen und Nachbarn sollen ermutigt werden Gewalt nicht zu verschweigen und nicht zu dulden. Durch das Aufzeigen von Unterstützungsmöglichkeiten klärt StoP auf, was bei Verdacht auf Partnergewalt zu tun ist, wie sich Nachbar*innen selbst schützen und wie sie Gewalt verhindern können. Personen werden dazu ermutigt, eine klare Haltung gegen (häusliche) Gewalt/Partnergewalt einzunehmen, genau hinzuschauen und zivilcouragiert zu handeln. StoP soll so zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung beitragen und aufzeigen, wie eine gute Nachbarschaft Schutz vor Gewalt bieten kann.

      Häusliche Gewalt, Gewalt in Beziehungen, Partnergewalt kommen in allen sozialen Schichten und allen Kulturen vor und ist ein weit verbreitetes Problem. Betroffene von häuslicher Gewalt und Partnergewalt sind überproportional Frauen und Kinder.

      StoP-Website: www.stop-partnergewalt.at

      Im StoP-Spot wird aufgezeigt, wie Zivilcourage bei Partnergewalt aussehen kann – dargestellt von den beiden Schauspieler*innen Wolfgang Fifi Pissecker und Alena Baich:

      Link zum StoP-Spot auf YouTube

      Nachbar*innen drehen den Fernseher leise und hören hin, wenn Schreie oder laute Geräusche aus der Wohnung nebenan oder im Haus zu hören sind. Sie unterbrechen die Gewalthandlung, indem sie anläuten und nach etwas Unverfänglichem fragen. Auf diese Weise wird dem Täter signalisiert, dass die Nachbarschaft mithört und der Betroffenen wird signalisiert, dass sie nicht allein ist. Nachbar*innen verbünden sich mit anderen Personen – mit Familie, Freund*innen – informieren sich und überlegen, wie sie helfen können. Zudem sollen betroffene Frauen und Kinder niederschwellig informiert werden (z.B. über wichtige Notrufnummern, Anlaufstellen, etc.).

       

      Projekt-Übersicht:

      Was will StoP erreichen?
      Ziel von StoP ist es, die Nachbarschaft durch Informations- und Aufklärungsarbeit, Veranstaltungen, Ausstellungen oder öffentlichkeitswirksamen Aktionen für die Anzeichen von häuslicher Gewalt zu sensibilisieren, die Isolation und das Schweigen zu brechen, praktische Unterstützung zu geben sowie die Interventionsbereitschaft und die Zivilcourage zu fördern.

      Österreichweiter Ausbau
      Das sozialraumorientierte Gewaltpräventionsprojekt StoP, welches der Verein AÖF - Autonome Österreichische Frauenhäuser Anfang 2019 in Wien/Margareten etabliert hat, konnte dank einer einjährigen Förderung durch das BMSGPK österreichweit ausgebaut werden. Dadurch gibt es StoP, zusätzlich zu Margareten, seit Anfang Juli 2021 nun an insgesamt 13 Standorten: Innsbruck, Bregenz, Linz, Wels, Amstetten, Oberwart und Jennersdorf (Burgenland), Völkermarkt (Kärnten), sowie in den Wiener Gemeindebezirken Wieden, Mariahilf, Favoriten und Meidling. Zudem wird durch eine separate Finanzierung StoP auch in Salzburg und Klagenfurt umgesetzt.

      Handlungsschritte
      Die Umsetzung von StoP erfolgt in mehreren Handlungsschritten. Zentrale Schwerpunkte sind jedoch die Errichtung von sogenannten „Frauen- und Männertischen“, wo sich Nachbarinnen und Nachbarn regelmäßig (alle 14 Tage) treffen und sich austauschen. Außerdem legt StoP in seinem Ansatz unter anderem auch einen Schwerpunkt auf Kinder-und Jugendarbeit. StoP ist ein Gewaltpräventionsprojekt und soll eine Ergänzung zu den bestehenden Opferschutzeinrichtungen wie Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen und Frauennotruf darstellen.

      Konzeptentwicklung
      Das Konzept StoP wurde vor etwa zehn Jahren von Frau Professorin Dr.in Sabine Stövesand von der HAW Hamburg, Fakultät Wirtschaft und Soziales, Department Soziale Arbeit entwickelt und ist seit 2010 in mehreren Stadtteilen in Hamburg und Dresden erfolgreich implementiert worden. Bei StoP handelt es sich um Community Organizing, ein Konzept das ursprünglich in den USA für verschiedene gesellschaftliche Themenbereiche (Armut, Wohnungslosigkeit, Drogen etc.) angewendet wurde und nun auch bei der Verhinderung von häuslicher Gewalt gute Wirkung zeigt.
      Um StoP in einem Stadtteil zu etablieren ist eine umfassende Ausbildung erforderlich, die von Frau Prof.in Stövesand geleitet wird. Diese Ausbildung hat Frau Mag.a Maria Rösslhumer für den AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser 2017-2018 absolviert. Derzeit werden in Österreich 23 weitere StoP-Koordinator*innen ausgebildet.

      Externe Evaluierung:
      Dr.in Birgitt Haller vom Institut für Konfliktforschung evaluiert und begleitet das Projekt am Standort Margareten seit 2019.

      Mehr Infos zum Projekt und zu den Kooperationspartner*innen:
      https://stop-partnergewalt.at

      Infofolder StoP zum Download

       

      News:

      Trickfilmabend Klappe auf! am 28.11.2022, 19 Uhr in der Brunnenpassage

      Foto © „Untravel" by Ana Nedeljković & Nikola Majdak Jr. Klappe auf! lädt herzlich ein zum TRICKFILMABEND als Beitrag zur internationalen Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen (25.11. bis 10.12.2022) Wann:...

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      Online-Auftakt zur Ringvorlesung "Eine von fünf": Podiumsdiskussion …

      Live aus der Volksanwaltschaft: Online-Auftaktveranstaltung der Ringvorlesung "Eine von Fünf: Gewalt im Gesundheitsbereich" Podiumsdiskussion "Gewalt gegen Frauen am Arbeitsplatz" 23. November 2021 | 18 bis 20 Uhr | Livestream auf volksanwaltschaft.gv.at Im Fokus...

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      Die jährliche internationale Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen von 25. November bis 10. Dezember nähert sich mit Riesenschritten und auch 2022 bietet der Verein AÖF wieder den Online-Veranstaltungskalender...

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                   Gestern ist unsere liebe Freundin Claudia Prieler, die das Kochbuch „So schmeckt die Welt. Besondere Frauen, besondere Rezepte“ für die Frauenhäuser fotografisch gestaltet und...

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      Frauenhaus Wiener Neustadt begeht 30-jähriges Jubiläum

      Dieses Jahr feiert das Frauenhaus Wiener Neustadt / Verein wendepunkt sein 30-jähriges Bestehen. Seit 1992 bietet der Verein Wendepunkt mit dem integrierten Frauenhaus Beratung, Schutz, Sicherheit und Perspektive für gewaltbetroffene...

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      Femizide

      Mutmaßliche Femizide und Mordversuche 2022 laut Medienberichten

      Die Morde an Frauen in Österreich stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an – von 2014 bis 2018 haben sich die Morde an Frauen verdoppelt.

      Liste mutmaßliche Femizide 2022 laut Medienberichten (PDF)

      Liste mutmaßliche Mordversuche und schwere Gewalt an Frauen 2022 (PDF)

      Femizide in Österreich 2019-2021

       Datum         Morde                     Mordversuche / Schwere Gewalt

       17.10.

      2022

       28  25

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