Filmscreening
Dokumentarfilm von Carola Mair über den Aufbruch von Frauen
CarolaMair.jpg)
Screenshot © Liebes:Leben / Carola Mair
Wann: 8. September 2020, 18:00
Wo: Votivkino / De France, Währinger Straße 12, 1090 Wien
Liebes:Leben ist ein emotionaler Dokumentarfilm über einen Aufbruch von Frauen aus der häuslichen Gewaltspirale in ein selbstbestimmtes Leben. Inga, Eva und Michi sind drei mutige Frauen, die sich gegen Gewalt in ihren Beziehungen auflehnen und den Schritt in ein neues Leben wagen. Die Geschichten der betroffenen Frauen sind erschütternd und ermutigend zugleich, denn diese Heldinnen lassen sich ihr Recht auf Selbstbestimmung nicht nehmen.
Filmtrailer: https://youtu.be/OFm1NVnB8cA
Im Anschluss an den Film gibt es eine Podiumsdiskussion mit:
Carola Mair, Regisseurin des Films
Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF – Autonome Österreichische Frauenhäuser
Barbara Huemer, Gemeinderätin und Sprecherin der Grünen Frauen Wien
Meri Disoski, Nationalrätin und Frauensprecherin im Grünen Parlamentsklub
Zeitplan: 17:45 Einlass / 18:00 Film / 18:50 Podiumsdiskussion
Der Film wird von der Grünen Bildungswerkstatt Wien in Kooperation mit den Grünen Frauen Wien und dem AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser gezeigt.
Um ausreichend Abstand halten zu können, gibt es leider nur begrenzte Plätze –
bitte um Anmeldung an:
Diese Vorführung und gleichzeitig Wien-Premiere des Films ist der Vorauftakt zu weiteren Screenings, die im Herbst 2020 im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen in ganz Österreich stattfinden werden.
Für jene, die nicht live dabei sein konnten und für die, die es nochmal sehen wollen: Die Online-Aufführung der Szenischen Lesung "Hinter der Fassade" des Jungen Volkstheaters vom 5. Juni 2020 kann hier nachgeschaut werden:
Drei Frauen erzählen, wie sie Opfer von häuslicher Gewalt durch ihre Lebenspartner wurden. Gerade in Zeiten der häuslichen Isolation und Konzentration auf die Kernfamilien ist es wichtig, erneut und intensiv Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und zu Zivilcourage aufzurufen.
Die drei stark gekürzten Geschichten stammen aus dem Buch „Bevor der Tod uns scheidet“ von Martina Madner (Hsg.), Ueberreuter Verlag 2009, in Kooperation mit dem Verein AÖF.
Gelesen von Birgit Stöger, Bettina Ernst und Zelal Kapcik. Regie: Constance Cauers und Samuel Bereuther. In Kooperation mit AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, mit freundlicher Unterstützung von Szene Margareten und Stadtlabor Wien.
Foto-Credit: Reinhard Nadrchal/Volkstheater. Details siehe auf der Website des Volkstheaters.
Veranstaltungstipp!
Am Montag, den 6. Juli um 18:00 spricht AÖF-Geschäftsführerin Maria Rösslhumer in der VHS Urania zum Thema
"Covid 19 und häusliche Gewalt. Die Auswirkungen auf Frauen und Kinder"
Corona stellte Familien vor große und nie dagewesene Herausforderungen. Frauen haben die Hauptlast der Krise zu stemmen, privat und öffentlich. Frauen übernehmen systemrelevante Jobs wie Pflege und Kinderbetreuung. Zukunftsängste, Arbeitslosigkeit und Existenzsorgen führen zu starken Abhängigkeiten und zu einem Anstieg an häuslicher Gewalt an Frauen und Kindern.
--> Tickets (€ 6,-) auf der Website der VHS Urania
Wir freuen uns auf Ihren/euren Besuch!
Anfang Juni hat die Technische Universität München die erste große Studie über Covid19 und häusliche Gewalt in Deutschland veröffentlicht.
Diese erste große repräsentative Umfrage zu häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie in Deutschland zeigt auf, dass rund 3 Prozent der Frauen während der Zeit der strengen Kontaktbeschränkungen zu Hause Opfer körperlicher Gewalt wurden. 3,6 Prozent der Frauen wurden von ihrem Partner vergewaltigt. In 6,5 Prozent aller Haushalte wurde Gewalt gegen Kinder verübt. Deutlich höher noch lagen die Zahlen wenn die Frauen in Quarantäne waren oder die Familien finanzielle Sorgen hatte. Nur ein sehr kleiner Teil der betroffenen Frauen nutzte die vorhandenen Hilfsangebote.
Die Studie spiegelt in Teilen auch die Situation in Österreich wieder.
AndreaPeller.jpg)
Foto (C) Andrea Peller
Die betroffenen Frauen wurden außerdem befragt, ob sie Hilfsangebote kennen und genutzt haben. Die Ergebnisse sind wie folgt:
- 48,2 Prozent der Opfer kannten die Telefonseelsorge, 3,9 Prozent hatten dort angerufen.
- 32,4 Prozent kannten das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, 2,7 Prozent hatten sich dorthin gewandt.
- 44,3 Prozent kannten das Elterntelefon, 21,5 Prozent hatten dort Hilfe gesucht.
- 5,5 Prozent kannten die Aktion „Codewort Maske 19“, bei der Apotheken die Behörden verständigen, wenn eine Kundin dieses Codewort sagt. 1,8 Prozent hatten diese Möglichkeit genutzt.
Eine der Studienautorinnen, Dr.in Cara Ebert vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, empfiehlt: „Wenn Frauen durch ihre Partner intensiv kontrolliert werden, können sie telefonische Beratungsangebote nur schwer nutzen. Hilfe sollte deshalb auch online angeboten werden, per Chat, Messenger und E-Mail. Die bestehenden Hilfsangebote müssen zudem besser in der Öffentlichkeit beworben werden, zum Beispiel durch große Plakate in Supermärkten und Apotheken sowie durch Onlineanzeigen.“
Die gesamte Studie ist unter diesem Link abrufbar: https://www.tum.de/nc/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/36053/
Weitere Beiträge …
- Neue Spots: Zivilcourage gegen Partnergewalt und Männer gegen Gewalt an Frauen
- Hilfe für von Zwangsverheiratung bedrohte Frauen und Mädchen
- HelpChat während der Corona-Krise täglich von 15 bis 22 Uhr
- Die Frauenhelpline 0800 222 555 hilft auch in Zeiten von Quarantäne
- Frauen im Netz – Chancen und Gefahren der digitalen Welt am 7. März 2020


Reinhard%20Nadrchal-Volkstheater.jpg)




