Spenden gegen Gewalt geht zu Weihnachten auf direktestem Weg: Mit Möbeln, Kleidung, Hygieneartikeln, Spielzeug, Gutscheinen oder Bargeld erfüllen die ÖsterreicherInnen kleine Wünsche gewaltbetroffener Familien, die Weihnachten aus Sicherheitsgründen im Frauenhaus verbringen.
Seit 2012 bereits hilft die Aktion Wunschzettel Kindern und Frauen, die von physischer oder psychischer Gewalt betroffen sind und daher die Feiertage im Frauenhaus verbringen. Schon mit einem kleinen Weihnachtspackerl wird der Alltag im Frauenhaus ein kleines Stück schöner gestaltet. Vorzugsweise mit Einkaufsgutscheinen für Kleidung, Spielzeug, für einen Besuch im Theater, Konzert oder Zoo gelingt es zu Weihnachten von den Sorgen abzulenken.
Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit werden deshalb durch die Informationsstelle gegen Gewalt alle Wünsche der großen und kleinen BewohnerInnen der AÖF-Frauenhäuser auf wunschzettel.aoef.at gesammelt.
Ziel der Aktion ist es darüber hinaus, die AÖF-Frauenhäuser selbst mit dringend Benötigtem zu unterstützen: zum Beispiel mit Geldspenden für Möbel, einem neuen Bodenbelag oder einem Beitrag zu einem Firmenwagen, um (tageweise) Ausflüge mit den Kindern zu ermöglichen.
Sachspenden oder Bargeld an einzelne BewohnerInnen, an eines oder alle 15 AÖF-Frauenhäuser
- Wollen Sie BewohnerInnen eines bestimmten AÖF-Frauenhauses Wünsche erfüllen? Dann suchen Sie das Frauenhaus Ihrer Wahl bitte unter Wunschlisten und Kontaktdaten.
- Wollen Sie ein einzelnes Frauenhaus mit einer Geldspende unterstützen, finden Sie die Kontaktdaten ebenfalls unter Wunschlisten und Kontaktdaten.
- Wollen Sie alle Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) gemeinsam unterstützen, dann folgen Sie bitte diesem Link.
RückfragehinweisGabriele Ertl, Tel: +43 (0) 1/544 08 20,Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Fotos zur freien Verwendung unter Copyright-Hinweis AÖF Verein, Vögtin 2018
Wunsch-Zitate
- „Wünsche sind die beachtlichsten Brückenbauer und die mutigsten Begeher.“ (Zitat Elfriede Hablé)
- „Wünsche sind dein Lebenszeichen“ (Buchtitel). (Zitat Elfriede Hablé)
- „Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.“ (Zitat Epikur von Samos)
Pressekonferenz zur Ringvorlesung Eine von fünf:
"Mehr Prävention gegen Gewalt an Frauen und Kindern" am 20.11. 2018
„Es ist höchste Zeit zu handeln!“ – Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF), Volksanwältin Gertrude Brinek und Andrea Berzlanovich, Universitätsprofessorin an der MedUni Wien, appellieren an Politik und Gesellschaft die Gewalt gegen Frauen und Kinder endlich ernst zu nehmen.
Studien zeigen, dass die Misshandlung von Müttern und die Misshandlung von Kindern in einem sehr engen Zusammenhang stehen. Kinder sind sowohl direkt als auch indirekt Opfer von familiärer Gewalt und benötigen deshalb bestmögliche Unterstützung und Hilfe.
Anlässlich der diesjährigen Ringvorlesung „Eine von fünf“ mit dem Schwerpunkt „Kinder/Jugendliche als (Mit-)Betroffene von häuslicher Gewalt“ präsentieren Brinek, Rösslhumer und Berzlanovich mögliche Auswege aus der Gewaltspirale. Das Programm und weitere Details zur Veranstaltung finden Sie hier.
Mit
Gertrude Brinek – Volksanwältin
Maria Rösslhumer – Geschäftsführerin, Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)
Andrea Berzlanovich – Universitätsprofessorin, Zentrum für Gerichtsmedizin, MedUni Wien, Lehrveranstaltungsleiterin der Ringvorlesung „Eine von fünf“
Datum: Dienstag, 20. November 2018, 10:00 Uhr
Ort: Volksanwaltschaft, 1. Stock, Kapellenzimmer, Singerstraße 17, 1015 Wien
Rückfragehinweis:
Mag.a Eva Maria Zenz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser – AÖF
Home Sweet Home erstmals im Kosmos Theater
Eine hervorragende Gelegenheit, die wunderbare und mutmachende Filmdokumentation "Home Sweet Home" über die letzten 40 Jahre der österreichischen Frauenhausbewegung zu sehen, gibt es bereits am 19.November um 20:00 im Wiener Kosmos Theater.
Anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Frauenhausbewegung wurde die Filmemacherin Susanne Riegler vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser beauftragt einen Dokumentarfilm zu drehen.Der Film verschafft nicht nur einen Rückblick, sondern zeigt vor allem die gesellschaftspolitische Dimension der Frauenhausarbeit – jetzt und auch für die Zukunft – auf. Er beschreibt die Entwicklung, Bedeutung und Vielfalt der Frauenhäuser, in städtischen als auch in ländlichen Gebieten.
Im Fokus stehen die Geschichten der Frauen und Kinder. Für sie beginnt in dem Moment, in dem sie Zuflucht und Schutz in einem Frauenhaus suchen, oft ein komplett neues Leben – ein Leben, das mit Hilfe der Frauenhausmitarbeiterinnen auf ein neues Fundament gestellt wird und zwar nicht nur materiell. Diesen enormen Kraftakt beiderseits, der nach außen hin praktisch nicht wahrgenommen wird, will der Film fassbar und begreifbar machen. Filmtrailer "Home Sweet Home Filmdoku 2018 - 40 Jahre österreichische Frauenhausbewegung"
Im Kosmos Theater werden Sie begrüßt durch
- Veronika Steinböck Künstlerische Leitung, Kosmos Theater und
- Maria Rösslhumer, AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Im Anschluss sind Sie herzlich zum Podiumsgespräch mit Irmtraut Karlsson, Zeitzeugin und Mitbegründerin des 1. Wiener Frauenhauses und Susanne Riegler, Filmemacherin und Journalistin eingeladen: Fragen und Diskussion
Beginn: 20 Uhr, Unkostenbeitrag: 5 Euro
Bitte reservieren Sie Ihren Platz gleich hier - wir freuen uns auf Sie!

Der Verein SOS Mitmensch veröffentlichte am 5.11.2018 im Rahmen einer Pressekonferenz eine Pilotsudie über das Wissen von jungen Menschen über Mädchen- und Frauenrechte.
Die Ergebnisse sind sehr aussagekräftig, vor allem, wenn mehr als 3/4 der SchülerInnen mehr über Gewalt und Mobbing gegen Mädchen und Frauen zu Hause und in der Schule und darüber, was man dagegen tun kann, wissen wollen. 2/3 der befragten SchülerInnen wünschen sich auch mehr Informationen über Schutzeinrichtungen für Frauen, die Gewalt ausgesetzt sind, und die Hälfte wollen mehr über Beratungsstellen für Mädchen und Frauen erfahren (Quelle: Studie von SOS Mitmensch, hier als PDF zum Download).
Genau hier setzt der Verein Autonome Österreichischen Frauenhäuser an: Wir bieten seit Jahren Gewaltpräventions- und Empowermentworkshops in Schulen und für Lehrlinge an, bei denen wir Mädchen – und auch Burschen – gegen häusliche Gewalt und jede Form der Gewalt an Mädchen und Frauen in unserer Gesellschaft stärken und unterstützen. Dabei vermitteln wir umfassende Informationen über Gleichstellungspolitik, über Mädchen- und Frauenrechte, über Beratungseinrichtungen und Hilfs- und Schutzeinrichtungen, wie die Frauenhelpline mit der Nummer 0800 / 222 555, Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen, Beratungseinrichtungen zu sexualisierter Gewalt und Hilfe auch gegen Gewalt im Internet.
Die EU-Studie aus dem Jahr 2014 der Fundamental Rights Agency (Grundrechteagentur der Europäischen Union) hat außerdem ergeben, dass nur jede 5. Frau weiß, wohin sie sich bei Gewalt wenden kann. Das ist ein Appell an uns und vor allem an die Politik mehr in umfassende Informations- und Bewusstseinskampagnen und in österreichweite und flächendenkenden Gewaltpräventionsworkshops zu investieren, damit alle gewaltbetroffenen Menschen, insbesondere Mädchen und Frauen, mehr über ihre Rechte und Hilfemöglichkeiten erfahren und Schutz und Sicherheit bekommen können.
Österreich hat 2014 die Istanbul-Konvention ratifiziert und sich somit verpflichtet, alles zu tun um Gewalt an Mädchen und Frauen zu verhindern und gewaltbetroffene Frauen zu schützen und zu umfassend zu unterstützen. Österreich hat damit einen neuen Handlungsauftrag bekommen und ist aufgefordert die Empfehlungen umzusetzen.







