Gewalt gegen Frauen wurde in letzter Zeit nicht nur in den Medien, sondern auch politisch viel diskutiert. Aber wo stehen wir eigentlich aktuell in Österreich, wenn es darum geht, Gewalt gegen Frauen vorzubeugen und Opferrechte zu stärken? Welche Empfehlungen beinhaltet der GREVIO-Bericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention? Und was fordern Expert*innen?
Diese Fragen diskutieren wir beim Fachforum der Allianz GewaltFREI leben am 16. September 2019 ab 15:00 Uhr im Dachgeschoß des Juridicums (Schottenbastei 10-16, 1010 Wien) – zunächst in Workshops, u.a. zu Bildung und Präventionsarbeit, Opferrechten, medialer Berichterstattung über geschlechtsspezifische Gewalt, den Rechten migrantischer Mädchen, sexueller Gewalt, Kinderrechten, internationaler Konventionen und zur Verpflichtung des Staates, Frauen und Mädchen aktiv vor Gewalt zu schützen. Eine Podiumsdiskussion mit Expert*innen und Entscheidungsträger*innen bildet den Abschluss der Veranstaltung.
Reden Sie mit! Gestalten Sie mit! Planen Sie mit! Wir freuen uns auch über Personen, die die Veranstaltung mit Inputs bereichern und/oder bei der Organisation mithelfen möchten – melden Sie sich dafür einfach unter
Das detaillierte Programm der Veranstaltung folgt. Aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten bitten wir um eine möglichst rasche Anmeldung unter

Die Allianz GewaltFREI leben ist ein Zusammenschluss von über 30 Einrichtungen und Expert*innen, die sich gemeinsam für die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Österreich einsetzen.
Herzliche Gratulation zum Jubiläum 20 Jahre Frauenhaus Innviertel!
Dieses Jahr feiert das Frauenhaus Innviertel (gegründet 1999) sein 20jähriges Bestehen.
Stolz können die Mitarbeiterinnen auf 20 Jahre Engagement zurückblicken, in denen sie so vielen Frauen und ihren Kindern in deren schwieriger Lebenssituation Unterstützung, Mut und eine Zukunftsperspektive auf ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben frei von Gewalt gegeben haben.
Sukzessive ernstzunehmende Umsetzung einer echten Gleichstellungspolitik, einer wirksamen Gewaltprävention sowie eine starke Investition in die soziale Sicherheit von Frauen und Kindern.
Weitere Gesetzesänderungen, insbesondere im Strafrecht haben zu einem umfassenden Katalog von Straftatbeständen geführt und weitreichende juristische und psychosoziale Prozessbegleitung für Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten möglich gemacht. Österreich war eines der ersten Länder, das 2013 die Istanbul Konvention ratifiziert hat und sich somit verpflichtet hat, alles zu tun, um Gewalt an Frauen zu verhindern und gewaltbetroffene Frauen zu schützen und umfassend zu unterstützen. Gleichstellung von Frauen und Männern ist verfassungsrechtlich verankert, das Recht auf Gleichstellung ist im Gleichbehandlungsgesetz festgeschrieben. Auch der Sozialstaat ist grundsätzlich stark. Das Arbeitslosengeld, Notstands- und Mindestsicherung, Kinderbetreuungsgeld, Wohnbeihilfe und Pflegegeld sind Sozialleistungen, die zum sozialen Frieden und zur Verhinderung von Armut betragen.
Sozialministerium setzt weitere Maßnahmen gegen Gewalt an älteren Menschen
Anlässlich des "Internationalen Tages gegen Gewalt an älteren Menschen" (World Elder Abuse Awareness Day) am 15. Juni stellte das Sozialministerium eine weitere Maßnahme vor, die dazu beitragen soll, für das Thema Gewalt an älteren Menschen zu sensibilisieren: den Film „Unsichtbare Gewalt gegen ältere Frauen“. Produziert hat den Film, der als Schulungsfilm - Folge 4 im Rahmen der Serie „Schrittweise. Wege aus der Gewalt.“ konzipiert ist, der Verein Autonome österreichische Frauenhäuser im Auftrag des Sozialministeriums.
Es ist dabei besonders auf die Situation älterer Frauen hinzuweisen. Diese sind aufgrund oft langjähriger und vielschichtiger Benachteiligungen in verstärktem Ausmaß von Vernachlässigung und häuslicher Gewalt betroffen. Dazu kommt, dass ältere Frauen oft auch mit ökonomischen Unsicherheiten zu kämpfen haben.
Das Ausmaß der geschlechtsspezifischen Gewalt ist groß. Laut einer EU-weiten Prävalenzstudie aus dem Jahr 2014 haben 19 Prozent aller befragten Frauen über 60 Jahren ab ihrem 15. Lebensjahr Gewalt in der Partnerschaft erlebt, 3 Prozent in den letzten 12 Monaten. Bei 17 Prozent ging die Gewalt nicht vom eigenen Partner aus. 66 Prozent der Frauen gingen – trotz schwerwiegender Partnergewalt – nicht zur Polizei oder zu einer Hilfsorganisation.
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