
Der Verein AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser hat mit 1.1.2019 das Nachbarschaftsprojekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ im 5. Bezirk Margareten gestartet.
Am 18. Februar 2019 findet um 9:30 Uhr ein offizieller Auftakt mit einer Pressekonferenz bei wohnpartner im Reumannhof, Margaretengürtel 100-110/5/1, 1050 Wien statt. Ein entsprechendes Presseaviso folgt.
Was ist StoP?
StoP ist ein Gemeinwesen orientiertes Projekt um gewaltfreie Beziehungen zu erreichen. Wir wollen damit gute Nachbarschaften entwickeln, um häusliche Gewalt, Partnergewalt und schwere Gewalt an Frauen und Kindern zu verhindern. Nachbarinnen und Nachbarn sollen gestärkt und ermutigt werden, Gewalt nicht zu verschweigen und zu dulden. Sie sollen lernen (besser) hinzuschauen und ein fundiertes Wissen erhalten, was sie bei Verdacht auf Partnergewalt tun können und wie sie sich selber schützen und Positives bewirken können. StoP soll Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung leisten und dazu beitragen klare Haltungen gegen (häusliche) Gewalt/Partnergewalt zu entwickeln. Wir wollen Haltungen dahingehend ändern, dass sich Betroffene von Gewalt nicht mehr aus Angst und Scham verstecken müssen. Durch das Aufzeigen von Unterstützungsmöglichkeiten bestärken wir Bewohnerinnen und Bewohner darin, sich Hilfe zu holen und/oder zu geben. Mit StoP zeigen wir auf, wie eine gute Nachbarschaft Schutz vor Gewalt bieten kann.
Ziel von StoP ist es, die Nachbarschaft durch Informations- und Aufklärungsarbeit, Veranstaltungen, Ausstellungen oder öffentlichkeitswirksamen Aktionen für die Anzeichen von häuslicher Gewalt zu sensibilisieren, die Isolation und das Schweigen zu brechen, praktische Unterstützung zu geben sowie die Interventionsbereitschaft und die Zivilcourage zu fördern.
Der AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser stellt zahlreiche, regelmäßig aktualisierte Statistiken und Factsheets mit wichtigen Informationen sowie Zahlen und Daten zu Gewalt an Frauen und Mädchen zum Download zur Verfügung.
Aktuell (Jänner 2019) gibt es zwei neue Informationsblätter zu Warnzeichen von beginnenden Gewaltbeziehungen und Informationen über Gewalttäter und Täterstrategien.
Alle aktuellen Statistiken und Facsheets finden Sie auf der Unterseite "Weitere Statistiken und Factsheets".
Die wunderbare Familie Lässig bereitet uns gleich zu Jahresbeginn große Freude und gibt wichtige Rückenstärkung für unser hartnäckiges Engagement gegen häusliche Gewalt. Leider steigt die Gewalt gegen Frauen an, umso bedeutungsvoller ist das Comittment engagierter und mutiger KünstlerInnen für betroffene Frauen und genauso deren Kinder.
Anlässlich ihrer Neujahrskonzert-Reihe von 1. bis 3. Janurar 2019 im Wiener Stadtsaal unterstützt die musikalische Formation den AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser somit mit Freude, Rückenstärkung und finanziell. Eben erst veröffentlichten die Band-Mitglieder Manuel Rubey, Clara Luzia, Gerald Votava, Gunkl, Cathi Priemer und Boris Fiala ihr Debütalbum Familie Lässig - Im Herzen des Kommerz. Die Single "Kopf im Sand" https://youtu.be/6qsGNgxALGw tanzt seither als Ohrwurm durch das Vereinsbüro. Mehr Info im Kurier-Bericht.
Unser Dank gilt den lieben Menschen
Manuel Rubey: Gesang, Gitarre
Gunkl: Bass, Saxophon, Gesang
Cathi Priemer: Schlagzeug
Clara Luzia: Gesang, Gitarre
Gerald Votava: Gitarre, Gesang
Boris Fiala: Cello, Gitarre, Akkordeon, Melodika, Bass, Klavier, Gesang
Screenshot - ganz oben steht der Mond - von der facebook Seite der Familie Lässig
#familielässig #aoef #frauenhäuser #DANKE #thx #frauenundmännergemeinsam
Weil für viele Frauen und Kinder ihr eigenes Zuhause der gefährlichste Ort ist, engagiert sich die Frauenhausbewegung in Österreich seit nunmehr 40 Jahren – mit keinem Ende in Sicht. Die Filmdoku Home Sweet Home gibt den Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser ebenso wie den schutzsuchenden Frauen und deren Kindern den Raum, um ihre Geschichten zu erzählen.
Jeder DVD-Kauf unterstützt die Arbeit der Frauenhäuser in doppelter Hinsicht: im Ausdruck der Solidarität und durch den Erlös: DVD á € 15 im Online-Shop des AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser zu bestellen.
40 Jahre österreichische Frauenhausbewegung
Das Ausmaß der Gewalt an Frauen ist auch nach 40 Jahren Frauenhausarbeit alarmierend hoch und bei Frauenmorden ist Österreich Schlusslicht in Europa > Statistik November 2018. Auch die #metoo Debatte hat gezeigt, dass die Dunkelziffer bei Gewalt noch viel größer ist als angenommen. Hintergrund sind traditionelle Rollenbilder und Stereotypien und noch tief verwurzelte patriarchale Strukturen in unserer Gesellschaft. Daher sind Frauenhäuser immer noch eine wichtige Hilfs- und Schutzeinrichtung, ja sie sind lebensrettend für viele Frauen und deren Kinder. 2017 waren es 3341 Frauen und Kinder, die Zuflucht und Schutz gesucht haben. Frauenhäuser stärken und unterstützen die BewohnerInnen auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben.
Mutige Frauen setzen sich daher seit Jahrzehnten für andere Mädchen, Frauen und für deren Kinder ein. Anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Frauenhausbewegung in Österreich beauftragte der AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser die Filmemacherin und Regisseurin Susanne Riegler (Foto) mit der Dokumentation dieses Engagements.
Über Home Sweet Home
Der Film verschafft nicht nur einen Rückblick bis 1978, sondern zeigt vor allem die gesellschaftspolitische Dimension der Frauenhausarbeit für die Zukunft auf. Er beschreibt die Entwicklung, Bedeutung und Vielfalt der Frauenhäuser, in städtischen wie auch in ländlichen Gebieten.
Im Fokus stehen die Geschichten der Frauen und Kinder. Für sie beginnt in dem Moment, in dem sie Zuflucht und Schutz in einem Frauenhaus suchen, oft ein komplett neues Leben – ein Leben, das mit Hilfe der Frauenhausmitarbeiterinnen auf ein neues Fundament gestellt wird und zwar nicht nur materiell. Diesen enormen Kraftakt beiderseits, der nach außen hin praktisch nicht wahrgenommen wird, will der Film fassbar und begreifbar machen.
TRAILER Home Sweet Home auf Youtube
FILM Home Sweet Home auf YouTube
Fakten
Dokumentarfilm, Ö 2018, HD, 16:9, Länge: 46 min.
Regie und Konzept: Susanne Riegler
Schnitt: Edith Bachkönig
Sprecherin: Andrea Eckert
Musik: Melissa Coleman/Monika Lang
Produktion: Susanne Riegler
Rückfragehinweis
Mag.a Maria Rösslhumer,Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Tel.: 0664 793 07 89
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