Spendenaufruf zur Unterstützung eines neuen Frauen*volksbegehrens
Ende April präsentierte der Verein „Frauen*volksbegehren 2.0“ im Rahmen der 20-Jahre-Jubiläumsfeier des Frauenvolksbegehrens 1997 im Wiener KosmosTheater die Kampagne, den Forderungskatalog und die Sprecherinnen der geplanten Neuauflage des Frauen*volksbegehrens. Die Bestandsaufnahme zwei Jahrzehnte später zeigt, dass die Umsetzung lange formulierter Maßnahmen zur Gleichberechtigung abermals vehement einzufordern ist: Nur zwei der elf damaligen Forderungen wurden erfüllt – das heißt, passiert ist wenig bis nichts. Es ist längst Zeit, dass Frauen*politik auf der politischen Agenda zur Priorität wird. Daher starteten die Initiator*innen im Jubiläumsjahr die Kampagne „Jetzt erst recht!“. Um die Durchführung möglich zu machen, sind die Initiator*innen auf finanzielle Unterstützung der Crowdfunding-Kampagne angewiesen.

Ziel ist es, die Zahl der betroffenen Patientinnen, die sich medizinischem Personal anvertrauen und daraufhin an Opferschutzeinrichtungen weitervermittelt werden können, zu erhöhen
Forschungsergebnisse zeigen, dass Frauen, die Betroffene von geschlechterbasierter Gewalt sind, Gesundheitseinrichtungen öfter in Anspruch nehmen, als Frauen, die nicht betroffen sind. Das deutet darauf hin, dass das medizinische Personal ExpertInnen sind, denen diese Frauen am ehesten ihre Missbrauchs- und Gewalterfahrungen anvertrauen würden. Daher wären Routineuntersuchungen vor der Geburt eine gute Möglichkeit, einen Verdacht auf geschlechterbasierte Gewalt an betroffenen schwangeren Frauen am ehesten zu erkennen. Da sie in dieser verletzbaren Zeit einem hohen Risiko ausgesetzt sind, ist der richtige Umgang mit den betroffenen Frauen, das Dokumentieren, das Erstellen eines Sicherheitsplans und die Weitervermittlung an spezialisierte Frauenhilfeeinrichtungen besonders wichtig. Leider werden diese Kompetenzen in der Praxis als auch in den Lehrplänen für Medizin und Pflege gar nicht oder nur sehr unzureichend vermittelt.
Neuer Leitfaden "Gemeinsam Gewaltfrei" der Johanniter-Flüchtlingshilfe
Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser setzt sich für alle Frauen ein, die auf der Flucht vor jeglicher Form von Gewalt sind, egal ob im familiären, beruflichen oder gesellschaftlichem Umfeld. Besonders seitdem im Jahr 2016 aufgrund weltweiter kriegerischer Auseinandersetzungen, schwerer Menschenrechtsverletzungen sowie Armut, Menschen aus vielen Teilen der Welt sich gezwungen sahen, ihre Heimat zu verlassen, was sich besonders negativ auf die Lebenssituation von Frauen und Kindern auswirkt.
Nun ist in Kooperation mit dem Team der Johanniter-Flüchtlingshilfe und Organisationen wie Asyl - Queer Base, der Mobilen Sozialberatung der Diakonie, dem Gesundheitszentrum MEN, der Abteilung Kriminalprävention/Opferhilfe des BM.I, der UNHCR Rechtsabteilung sowie der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie ein umfassender Leitfaden zur Prävention geschlechtsbasierter Gewalt in der Flüchtlingsbetreuung entstanden.
Ziel ist es, eine Handreichung für die Problematik von Ungleichstellung und Gewalt in der Familie, häuslicher Gewalt und geschlechtsbasierter (sexualisierter) Gewalt in organisierten Unterkünften für geflüchtete Menschen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise soll die Qualität der erforderlichen Betreuung im Fall von geschlechtsbasierter Gewalt bzw. Gewalt in der Familie sichergestellt werden und somit ein gesellschaftlicher Beitrag zur Gewaltprävention geleistet werden.
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Information auf der Website der Johanniter
Foto (c) Martin Valentin Fuchs
Vortrag - Film - Präsentation: Widerstand: Veranstaltung zum Internationalen Frauentag
Samstag, 11.3.2017, 14:00 - 18:00
Eine Veranstaltung von VHS Wiener Urania &
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
VHS Wiener Urania, 1010 Wien, Uraniastraße 1
Eintritt frei! Anmeldung unter
Programm:
1. Reisen als Widerstand gegen die Konventionen
Ida Pfeiffer: Eine Schriftstellerin im Biedermeier
Vortrag Mag.a Angela Franz-Rohracher




