
Teresa Lugstein ist für viele vollkommen unerwartet und überraschend sehr jung mit 51 Jahren am 22. Dezember 2017 sehr friedlich in eine andere Welt gereist. Sie war eine unglaublich starke, mutige, vielseitige und engagierte Feministin, Freundin und Expertin. Sie wird uns sehr fehlen.
Teresa war eine solidarische Mitstreiterin bei allen frauenpolitischen Aktivitäten und Aktionen und Verbündete und Aktivistin gegen jede Form der Diskriminierung und Gewalt an Mädchen und Frauen, insbesondere für Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Mit dem Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF Foto (c) radiofabrik.at
und dem Verein WAVE (Women Against Violence Europe) hat sie von 2015-2016 als Fachfrau an einem EU-Projekt mit Mazedonien mitgewirkt. Unsere vollste Bewunderung gehört ihr auch für ihre Energie und Willenskraft: Vor einigen Jahren ist es ihr gelungen dem Rollstuhl zu entkommen und sie konnte wieder auf eigenen Füßen zu stehen und gehen. Sie wurde damit zum Role Model für Selbstheilungskraft.
Teresa war stets innovativ, voller interessanter Ideen und Koordinatorin und Initiatorin vieler sinnvoller Projekte. Seit 2000 hat sie das Büro für Mädchenförderung make it der Salzburger Landesregierung geleitet. Sie war auch langjährig als Radiomacherin in der Radiofabrik und als Organisatorin von One Billion Rising Salzburg aktiv.
Liebe Teresa, wir haben viel von dir gelernt und wir danken dir aus ganzem Herzen für all dein Wirken, für deinen unermüdlichen Einsatz für Mädchen- und Frauenrechte, für dein Lachen und stets positives Denken und für deinen Tatendrang.
Wir wünschen ihrer Familie viel Kraft beim Abschiednehmen und für diesen schweren Verlust.
Hier einige Radiobeträge von und mit Teresa Lugstein zum Nachhören:
Nachruf auf der Radiofabrik-Website
Teresas Frauenzimmer im Cultural Broadcasting Archive
Auch dieses Jahr gibt es wieder die Aktion Wunschzettel des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): http://wunschzettel.aoef.at/
Die Aktion Wunschzettel der autonomen Frauenhäuser wurde ins Leben gerufen, um besonders in der Weihnachtszeit Kindern und Frauen, die von physischer oder psychischer Gewalt betroffen sind und daher die Feiertage in Frauenschutzeinrichtungen in Österreich verbringen, mit einem Weihnachtspäckchen Freude zu bereiten und damit den Alltag im Frauenhaus ein kleines Stück schöner zu gestalten.
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Vorzugsweise mit Einkaufsgutscheinen für Kleidung, Spielzeug, für einen Besuch im Theater, Konzert oder Zoo, etc. gelingt es oft, etwas von den Sorgen abzulenken.
Und so funktioniert's: http://wunschzettel.aoef.at/index.php/freude-bereiten-so-funktioniert-s
Wir freuen uns über erste Spenden – ein Damenfahrrad und Kuscheltier-Wärmeflaschen gingen an das Frauenhaus Wr. Neustadt – Verein Wendepunkt:

Vielen Dank an die Spenderin!
Allen UnterstützerInnen danken wir im Namen der AÖF-Frauenhäuser schon jetzt herzlich für das Versenden von Päckchen, Geld- oder Sachspenden. Auch über ein Verlinken der Website freuen wir uns sehr!
Mit besten Wünschen für Ihr Weihnachtsfest,
das Team der AÖF
Fotocredit: Bilder oben Mitte - Joujou /PIXELIO, Bild Mitte rechts - Tim Reckmann / PIXELIO
Eine von Fünf – Gewaltschutz für Frauen in allen Lebenslagen
Ende November ist im Verlag Edition Ausblick der Sammelband „Eine von Fünf – Gewaltschutz für Frauen in allen Lebenslagen“ erschienen. Vortragende der Ringvorlesung „Eine von fünf“ 2016 beleuchten in ihren Beiträgen ernüchternde und erschütternde Fakten der Realität in Österreich, aber auch die Möglichkeiten, diese Verhältnisse zu verändern.
Alljährlich veranstalten das Zentrum für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Wien, der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und die Volksanwaltschaft gemeinsam eine Ringvorlesung zum Thema „Gewalt gegen Frauen“.
Die Vorlesungsreihe findet von Ende November bis Mitte Dezember im Rahmen der internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ statt. Zielgruppe sind Studierende verschiedener Fachrichtungen sowie auch in Gesundheitsberufen Tätige.
Mit den Silent Witnesses gedenken wir Frauen, die von ihren Partnern oder ehemaligen Partnern ermordet wurden. Jede Figur steht stellvertretend für eine Frau, die in den vergangenen Jahren in Österreich umgebracht wurde. Diese Frauen standen mitten im Leben: Sie hatten Familie, sie hatten Freunde und Freundinnen und sie hatten Träume. Jetzt sind sie für immer stumm. Sie können uns nicht mehr erzählen, was passiert ist. Es liegt an uns, ihre Geschichte nicht zu vergessen und an sie zu erinnern.
Während der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen ist die Ausstellung bis zum 10. Dezember im Foyer des Kankenhauses Vöcklabruck öffentlich zu besichtigen.
Zur Eröffnung am 27.11.2017 sprachen der Bürgermeister von Vöcklabruck Mag. Herbert Brunsteiner, Bezirkshauptmann Dr. Martin Gschwandtner, Landtagsabgeordnete Sabine Promberger, Landtagsabgeordneter Hermann Krenn und der Ärztliche Leiter des Salzkammergut-Klinikums Dr. Tillmann Königswieser. Eine Schulklasse der Don Bosco Schule und zahlreiche Vertreterinnen von Sozialeinrichtungen nahmen teil. Organisatorisch beteiligt sind das Frauenhaus Vöcklabruck, IMPULS - Kinderschutzzentrum und Familienberatung und die Opferschutzgruppe des Salzkammergut-Klinikums.
"Silent Witnesses" ist eine Wanderausstellung. Mehr Informationen zu Entlehnung und Anfragen siehe hier.







