Neues Projekt „HELPLINES”: Frauen-Notrufdienste sichtbar machen und dauerhaft verankern
Das EU‑Projekt „HELPLINES” hat das Ziel, europaweit einheitliche Qualitätsstandards für spezialisierte Frauenhelplines zu entwickeln, damit Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt (gender based violence – GBV) eine konsistente, leicht erreichbare und hochwertige Unterstützung erhalten. Die Standards entstehen durch die Identifizierung und den Austausch vielversprechender Praktiken, durch Studienbesuche, Kooperationen und gegenseitiges Lernen zwischen den europäischen Frauenhelplines.
Auf dieser Grundlage wird ein umfassendes Trainingsprogramm für Fachkräfte erstellt, die spezialisierte Frauen‑Notrufdienste betreiben. Ein besonderer Fokus liegt auf der Sicherung der frauenspezifischen Ausrichtung der Helplines; gleichzeitig werden Datenschutz und Vertraulichkeit als grundlegende Prinzipien verankert.
Mithilfe gezielter Advocacy‑Maßnahmen werden Kapazitäten auf nationaler Ebene aufgebaut und europaweite politische Prozesse unterstützt, um die Bedeutung von Frauen‑Notrufdiensten sichtbar zu machen und dauerhaft in nationalen Unterstützungsstrukturen zu verankern. Geplante Messgrößen umfassen die Implementierung der Standards in mehreren Ländern, die Anzahl geschulter Fachkräfte und regelmäßige Nutzerinnen‑Evaluierungen.
Durch die Verbreitung der Qualitätsstandards, gezielte Öffentlichkeitsarbeit und die Bereitstellung klarer Zugangswege (Telefon/Chat/Email, Mehrsprachigkeit, Erreichbarkeitszeiten) stärkt das Projekt die Bekanntheit der Frauenhelplines. So sollen alle direkten und indirekten Betroffenen von GBV Zugang zu qualitativ hochwertiger, spezialisierter und vertraulicher Unterstützung erhalten.
Der Verein Autonome Frauenhäuser leitet das Projekt.
Weitere Informationen:
EU Projekt CERV-DAPHNE-2024
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