News:

Frauenhelpline-Spot auf y-doc Wartezimmer-TV

.

Der neueste Info-Spot der Frauenhelpline 0800 222 555 „Keine Ausreden bei Gewalt“, der 2017 durch die Agentur gantnerundenzi realisiert und im Vorjahr mit dem Preis für besten Fundraising-Spot des Jahres...

Weiterlesen

Save the Date: Fachforum der Allianz GewaltFREI leben

.

Gewalt gegen Frauen wurde in letzter Zeit nicht nur in den Medien, sondern auch politisch viel diskutiert. Aber wo stehen wir eigentlich aktuell in Österreich, wenn es darum geht, Gewalt...

Weiterlesen

20 Jahre Frauenhaus Innviertel

.

Herzliche Gratulation zum Jubiläum 20 Jahre Frauenhaus Innviertel! Dieses Jahr feiert das Frauenhaus Innviertel (gegründet 1999) sein 20jähriges Bestehen. Stolz können die Mitarbeiterinnen auf 20 Jahre Engagement zurückblicken, in denen sie...

Weiterlesen

hellwach – Matinee in der Wiener Staatsoper für ein Ende der Gewalt an Frauen un…

.

Am 21. September wird weltweit der Internationale Tag des Friedens begangen. Zu diesem Anlass lädt der Verein AÖF – Autonome Österreichische Frauenhäuser auch dieses Jahr wieder zur Matinee „hellwach“ mit Lesungen...

Weiterlesen

Pressekonferenz am 18. Juni 2019: Was wir von der neuen Regierung erwarten

.

Armutskonferenz - gemeinsame Pressekonferenz Sukzessive ernstzunehmende Umsetzung einer echten Gleichstellungspolitik, einer wirksamen Gewaltprävention sowie eine starke Investition in die soziale Sicherheit von Frauen und Kindern.   Die Dachorganisation AÖF und die Autonomen Österreichischen...

Weiterlesen

Social Media Links

Facebook-Button

Twitter Buttoninstagram Button für Youtube  linkedin 128

 

Projekt-Partnerschaften

 Logo vgmn partnerin

Button für GewaltFREI leben kampagneWAVEmember 400px

 

 

PA 19.10.2018: Verein AÖF kritisiert das geplante Computerprogramm der Regierung für das AMS

12RZ AOEF LOGO ohne HG 2

Presseinformation

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) kritisiert das geplante Computerprogramm der Regierung für das AMS zu Betreuungszeit und Fördergeld – es diskriminiert Frauen, Mütter, Alleinerzieherinnen und viele mehr.

19.10.2018. Ab 2020 plant die türkis-blaue Regierung ein Computerprogramm, das über einen Algorithmus (mit-)entscheidet, wer vom AMS Betreuungszeit und Fördergelder erhält und wer nicht. Menschen sollen dabei in drei Kategorien eingeteilt werden: In jene mit hohen, mittleren und niedrigen Arbeitsmarktchancen. Die Einteilung soll über eine Punktevergabe erfolgen. Für persönliche Merkmale wie weibliches Geschlecht, gesundheitliche Beeinträchtigung oder Herkunft aus einem Drittstaat gibt es Punkteabzug mit gravierenden Folgen: Je weniger Punkte eine Person erhält, desto weniger wird sie gefördert.

Nicht umsonst schlagen ExpertInnen der TU und der WU Wien sowie der Österreichische Berufsverband der Sozialen Arbeit Alarm: Die Einführung des Algorithmus gibt vor, Objektivität in die Entscheidungsabläufe zu integrieren. Tatsächlich wird jedoch systematische und strukturelle Diskriminierung noch weiter einzementiert.
Die Programmierung des AMS-Algorithmus ist aus der Sicht von Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF, aus mindestens drei Gründen diskriminierend und hochproblematisch:

Erstens wird unterstellt, dass es sich beispielsweise bei Frauen oder Alleinerziehenden um eine homogene Bevölkerungsgruppe handelt. Alleine fürs Frausein gibt es Minuspunkte im Algorithmus! Eine weitere Diskriminierung findet über die Einschätzung von Betreuungspflichten statt: Für eine Frau gibt es Punkteabzug für Betreuungspflichten, für einen Mann nicht.

Zweitens findet kein Ausgleich sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit statt: Statt einer arbeitssuchenden Person aus Kategorie 3 mehr Fördergelder und Betreuungszeit zuzuteilen, um die strukturelle Ungleichheit auszutarieren, wird dieser Mensch gleich aufgegeben. Ein Mehr an diesen Zuwendungen käme nur Personen aus Kategorie 1 und 2 zu. Die Starken werden also weiter gestärkt und die Schwachen noch mehr geschwächt. Wer es besonders schwer hat – der oder die bekommt absurderweise weniger statt mehr. Chancenausgleich sieht anders aus.

Drittens ist anzunehmen, dass das Programm nicht fehlerfrei arbeiten wird. Aus Sicht von ExpertInnen werden 15-20% der Personen falsch eingeteilt, das wären derzeit beispielsweise 50.000 Personen. Diese Fehlbeurteilung hätte massive Auswirkungen auf die berufliche und persönliche Situation der Arbeitssuchenden sowie ihrer Familien (inklusive Kinder).

Der AMS-Algorithmus muss somit aus unserer Sicht als frauen- und menschenverachtend sowie diskriminierend eingestuft werden. Er fördert Rassismus, Sexismus und Altersdiskriminierung. Eine Nutzung des Programms ab 2020 ist daher in aller Entschiedenheit abzulehnen und wir appellieren an die Regierung, dieses Programm nicht einzuführen!

Kontakt:
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser – AÖF
Mag.a Maria Rösslhumer
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 0664 793 07 89
www.aoef.at

 

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

BMGF-Logo CMYK web klein       BMASGK Logo klein