• Warning: Undefined property: stdClass::$imglink in /homepages/46/d480442741/htdocs/aoefjomm5/modules/mod_uk_slideshow/tmpl/default.php on line 60

    PA 02.07.2014 AÖF setzt neue Impulse im Diskurs um Frauen als Betroffene und Überlebende von Partnergewalt

    Was passiert nach dem Frauenhaus, wie geht es Frauen auf ihrem Weg aus der Gewalt außerhalb der Hilfseinrichtungen?
    Darüber wissen wir sehr wenig. Frauen als „Überlebende“ oder sog. „Survivor Women“, wie sie sich zum Beispiel in Spanien oder Malta nennen, bleiben in Österreich bislang unsichtbar.

    Die AÖF-Tagung im Juni konzentrierte sich daher auf die öffentliche und interne Diskussion rund um die Begriffe „Opfer” / „Betroffene“ / „Überlebende” von Partnergewalt und deren Bedeutung für die Unterstützungsarbeit.

    Die AÖF-Frauenhäuser thematisierten in jüngster Vergangenheit verstärkt die Unsichtbarkeit und fehlende Stimme von Survivor-Frauen als Gewaltbetroffene bzw. Überlebende von Partnergewalt. Die im Juni stattgefundene bundesweite AÖF-Tagung stand daher ganz im Zeichen neuer Impulse in der Frauenhausarbeit.

    Bereits im Jänner diskutierten die Leiterinnen der AÖF-Frauenhäuser im Workshop mit Genderexpertin und Anti-Gewaltforscherin Dr.in Birgit Wolf den opferzentrierten Diskurs und das Fehlen der Stimme von Frauen, die es geschafft haben. Nun haben AÖF-Frauenhausmitarbeiterinnen und -leiterinnen diese Diskussion bundesweit unter dem Titel „Opfer – Betroffene – Überlebende: Reflexionen zum öffentlichen und internen Diskurs über Frauen mit/von Gewalterfahrungen“ fortgesetzt.

    Mag.a Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF, ist schon seit längerem bemüht, betroffene Frauen in die Informations- und Vereinsarbeit miteinzubeziehen:
    „Denn sie sind die Expertinnen ihrer Situation und  benötigen unser Ohr und unsere volle Unterstützung auch nach dem Frauenhausaufenthalt.“ 

    Dr.in Birgit Wolf, die Anti-Gewaltinitiativen in Österreich und Spanien untersucht hat, berichtet:
    „Durch meine Forschungsarbeit in Spanien habe ich Survivor-Frauen als Aktivistinnen kennengelernt, die bei Konferenzen lautstark vertreten sind, eigene Kampagnen, Workshops uvm. durchführen. Bislang haben wir es in Österreich nicht geschafft, ein Klima herzustellen, das es Frauen ermöglicht, auch öffentlich über ihre Gewalterfahrung zu sprechen, ohne dabei stigmatisiert zu werden. Das AÖF-Netzwerk kann viel zu einer Veränderung beitragen, daher ist mir die Perspektive auf das Erfahrungs- und Überlebenswissen von gewaltbetroffenen Frauen ein sehr wichtiges Anliegen.“

    Elaine Campagno, Woman Survior und Begründerin der SOAR Support and Advocacy Group, Malta, betonte via Video-Konferenzschaltung bei der AÖF-Tagung:
    „Das Leben nach einer Gewaltbeziehung, wie es Frauen nach zwei, fünf, zehn Jahren geht, steht nicht im öffentlichen Interesse, das wollen wir ändern. Wir haben den Prozess, sich aus eine Gewaltbeziehung zu befreien, durchgemacht und wissen ganz genau, wie wir Frauen darin unterstützen und ermutigen können“.

    Mag.a Gabi Plattner, stellvertretende Obfrau des Vereins AÖF und Leiterin des Tiroler Frauenhauses unterstreicht die Bedeutung einer möglichen „Wissensvervielfachung“ und damit die Steigerung der Handlungsmöglichkeiten:
    „Es gilt vor allem auch das Erfahrungswissen der Betroffenen und Überlebenden von Gewalt vermehrt mit dem Fachwissen der Mitarbeiterinnen zu kombinieren.“

    Daher zeigt sich AÖF-Obfrau und Leiterin des Frauenhauses Salzburg, Mag.a Birgit Thaler-Haag erfreut über die neuen AÖF-Strategien in der Frauenhausarbeit:

    „Wir möchten neue Akzente in der Frauenhausarbeit setzen und zum Beispiel im Rahmen von eigens organisierten Frauencafés oder Erzählcafés das Thema ‚Selbstorganisation / Frauen-Survivor-Gruppen‘ einbringen und ehemalige Bewohnerinnen als Rollenvorbilder oder ‚Überlebende‘ einladen.“

    Frauen, die den Weg aus einer Gewaltbeziehung geschafft haben, können betroffene Frauen motivieren, ermutigen und bestärken. Es ist dringend notwendig, auch öffentlich ein respektvolles Klima zu schaffen, damit sich betroffene Frauen endlich offen und ohne Gefahr von Stigmatisierung und Vorurteilen „outen“ können und damit auch weitere Frauen auf ihrem Weg in ein gewaltfreies Leben bestärken.


    Kontakt:

    • Mag.a Maria Rösslhumer (Geschäftsführerin des Vereins AÖF): 0664 / 793 07 89
    • Mag.a Birgit Thaler-Haag (Obfrau des Vereins AÖF, Leiterin Frauenhaus Salzburg): 0664 / 486 05 47
    • Dr.in Birgit Wolf (Gender-Expertin und Anti-Gewaltforscherin): 0664 / 995 85 15

    Femizide & schwere Gewalt

    Stand: 04.09.2026  Weitere Infos

    • 18

      Femizide

    • 45

      Schwere Gewalt

      News:

      PA 10.09.2026: „Lieber ein Anruf mehr!“: Gewista und der Verein Autonome Österre…

        PresseaussendungVerein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)   „Lieber ein Anruf mehr!“: Gewista und der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) machen Frauenhelpline gegen Gewalt im öffentlichen Raum sichtbar Mehr Aufmerksamkeit für die Frauenhelpline gegen Gewalt...

      Weiterlesen

      PA 23.07.2026 Einladung zur Pressekonferenz am 10. September 2026, 9 Uhr: „Liebe…

      PresseavisoVerein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)   Einladung zur Pressekonferenz am 10. September 2026, 9 Uhr: „Lieber ein Anruf mehr!“ – Kampagne für Sichtbarkeit der Frauenhelpline gegen Gewalt Die Gewista und der Verein Autonome...

      Weiterlesen

      Ausstellung und Vernissage: Sie war(en) da am 26. August 2026 um 18 Uhr

      Jede Frau*, die durch einen Femizid aus dem Leben gerissen wurde, hinterlässt Spuren – leise, flüchtig, oft überhört. Julia Bugram gibt diesen Erinnerungen einen Raum. Wir laden herzlich zur Vernissage...

      Weiterlesen

      Fundraising-Rave für den AÖF am 14. August 2026

       Wir laden euch herzlich zu unserem Fundraising Rave ein14. August, am Gleis 19 in Wien UNITYCODE, Gleis 19 und die Drogerie Wien veranstalten gemeinsam einen Fundraising Rave, bei dem der gesamte...

      Weiterlesen

      Neuer Standort: Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser zieht um

      Ab Mitte August schlagen wir ein neues Kapitel in unserer Vereinsgeschichte auf: Gewaltbetroffene Frauen und Mädchen unterstützen, stärken, informieren und Zivilcourage in der Gesellschaft nachhaltig fördern – das ist seit...

      Weiterlesen