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Rückblick Pressekonferenz zur Ringvorlesung "Eine von fünf" 2018

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Die Volksanwaltschaft, das Zentrum für Gerichtsmedizin und der Verein AÖF luden am 20. November 2018 zur Pressekonferenz zur diesjährigen Ringvorlesung Eine von fünf in die Volksanwaltschaft. In diesm Jahr organisiert der...

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Pressekonferenz zur Ringvorlesung "Eine von fünf" am 20.11.2018

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Pressekonferenz zur Ringvorlesung Eine von fünf: "Mehr Prävention gegen Gewalt an Frauen und Kindern" am 20.11. 2018 „Es ist höchste Zeit zu handeln!“ – Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische...

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KosmosTheater: "Filmdoku Home Sweet Home - 40 Jahre österreichische Frauenh…

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Home Sweet Home erstmals im Kosmos Theater Eine hervorragende Gelegenheit, die wunderbare und mutmachende Filmdokumentation "Home Sweet Home" über die letzten 40 Jahre der österreichischen Frauenhausbewegung zu sehen, gibt es bereits...

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Studie von SOS Mitmensch zu Mädchen- und Frauenrechten

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Der Verein SOS Mitmensch veröffentlichte am 5.11.2018 im Rahmen einer Pressekonferenz eine Pilotsudie über das Wissen von jungen Menschen über Mädchen- und Frauenrechte. Die Ergebnisse sind sehr aussagekräftig, vor allem, wenn...

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Klappe auf! - Trickfilmabend am 29.11.2018

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Auch dieses Jahr lädt das Netzwerk KLAPPE AUF! wieder zu einem Trickfilmabend:                   Foto © Untamed / Juliette Viger Wann: Donnerstag, 29. November 2018 um 19:00 UhrWo: Brunnenpassage (Yppenplatz), Brunnengasse 71, 1160...

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PA 19.10.2018: Verein AÖF kritisiert das geplante Computerprogramm der Regierung für das AMS

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Presseinformation

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) kritisiert das geplante Computerprogramm der Regierung für das AMS zu Betreuungszeit und Fördergeld – es diskriminiert Frauen, Mütter, Alleinerzieherinnen und viele mehr.

19.10.2018. Ab 2020 plant die türkis-blaue Regierung ein Computerprogramm, das über einen Algorithmus (mit-)entscheidet, wer vom AMS Betreuungszeit und Fördergelder erhält und wer nicht. Menschen sollen dabei in drei Kategorien eingeteilt werden: In jene mit hohen, mittleren und niedrigen Arbeitsmarktchancen. Die Einteilung soll über eine Punktevergabe erfolgen. Für persönliche Merkmale wie weibliches Geschlecht, gesundheitliche Beeinträchtigung oder Herkunft aus einem Drittstaat gibt es Punkteabzug mit gravierenden Folgen: Je weniger Punkte eine Person erhält, desto weniger wird sie gefördert.

Nicht umsonst schlagen ExpertInnen der TU und der WU Wien sowie der Österreichische Berufsverband der Sozialen Arbeit Alarm: Die Einführung des Algorithmus gibt vor, Objektivität in die Entscheidungsabläufe zu integrieren. Tatsächlich wird jedoch systematische und strukturelle Diskriminierung noch weiter einzementiert.
Die Programmierung des AMS-Algorithmus ist aus der Sicht von Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF, aus mindestens drei Gründen diskriminierend und hochproblematisch:

Erstens wird unterstellt, dass es sich beispielsweise bei Frauen oder Alleinerziehenden um eine homogene Bevölkerungsgruppe handelt. Alleine fürs Frausein gibt es Minuspunkte im Algorithmus! Eine weitere Diskriminierung findet über die Einschätzung von Betreuungspflichten statt: Für eine Frau gibt es Punkteabzug für Betreuungspflichten, für einen Mann nicht.

Zweitens findet kein Ausgleich sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit statt: Statt einer arbeitssuchenden Person aus Kategorie 3 mehr Fördergelder und Betreuungszeit zuzuteilen, um die strukturelle Ungleichheit auszutarieren, wird dieser Mensch gleich aufgegeben. Ein Mehr an diesen Zuwendungen käme nur Personen aus Kategorie 1 und 2 zu. Die Starken werden also weiter gestärkt und die Schwachen noch mehr geschwächt. Wer es besonders schwer hat – der oder die bekommt absurderweise weniger statt mehr. Chancenausgleich sieht anders aus.

Drittens ist anzunehmen, dass das Programm nicht fehlerfrei arbeiten wird. Aus Sicht von ExpertInnen werden 15-20% der Personen falsch eingeteilt, das wären derzeit beispielsweise 50.000 Personen. Diese Fehlbeurteilung hätte massive Auswirkungen auf die berufliche und persönliche Situation der Arbeitssuchenden sowie ihrer Familien (inklusive Kinder).

Der AMS-Algorithmus muss somit aus unserer Sicht als frauen- und menschenverachtend sowie diskriminierend eingestuft werden. Er fördert Rassismus, Sexismus und Altersdiskriminierung. Eine Nutzung des Programms ab 2020 ist daher in aller Entschiedenheit abzulehnen und wir appellieren an die Regierung, dieses Programm nicht einzuführen!

Kontakt:
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser – AÖF
Mag.a Maria Rösslhumer
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Tel.: 0664 793 07 89
www.aoef.at

 

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

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