Das Österreichische Institut für Familienforschung führte die erste Repräsentativuntersuchung über die verschiedenen Ausprägungen und über das tatsächliche Ausmaß der in der Familie sowie im nahen sozialen Umfeld vorfindbaren Gewalt durch.
Insgesamt wurden 1.292 Frauen und 1.042 Männer im Alter zwischen sechzehn und sechzig Jahren befragt (vgl. ÖIF 2011, 31). Die Auswertungen zeigen, dass nur eine kleine Gruppe der befragten Frauen (7,4 Prozent) und Männer (14,7 Prozent) noch nie einen Übergriff in seinen unterschiedlichen Ausprägungen erlebt hat (vgl. ebd. 8).
Die Studienergebnisse zeigen klar auf, dass für viele Frauen das zu Hause der gefährlichste Ort ist, denn dort sind Frauen am häufigsten körperlichen bzw. sexuellen Gewalthandlungen ausgesetzt. Frauen, die von Gewalt betroffen sind, erleben oft eine starke Viktimisierung sowie Kombinationen von Gewalthandlungen.