Stoppt häusliche Gewalt an Frauen!

Abschlusskonferenz im April 2008 in Wien
Das Jahr 2007 stand im Europarat ganz im Zeichen der Prävention und Bekämpfung von häuslicher Gewalt. Alle Mitgliedstaaten waren aufgefordert, in dieser Zeit verstärkte Aktivitäten zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt zu setzen und die Empfehlungen, die in den Recommendations 2002 des Ministerkomitees ausgearbeitet wurden, umzusetzen.
Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser hat diese begrüßenswerte Initiative des Europarates aufgegriffen und sich mit seinen KooperationspartnerInnen daran beteiligt. Im Zuge der Europaratskampagne 'Stoppt häusliche Gewalt gegen Frauen' wurde eine nationale NGO-Task Force gegründet, die rund um die Kampagnenziele verschiedene Aktionen gesetzt hat: Mit dem NGO-Empfehlungspapier hat die NGO-Task Force zu den vier Punkten des Kampagnenprogramms einen Empfehlungskatalog für die österreichische Regierung ausgearbeitet. Dieser Katalog erging im November 2007 an folgende Stellen: Frauenministerin Bures, das Bundesministerium für Justiz, das Bundesministerium für Inneres, das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend, das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, das Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz und an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.
Kampagnenauftakt
Am Beginn der Kampagne stand eine offizielle Auftaktveranstaltung im Parlament am 4. Dezember 2006. Wir bedanken uns bei Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer, die gemeinsam mit dem Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser zu dem Event eingeladen hat und bei allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben! Einen Rückblick auf die Auftaktveranstaltung sehen Sie, wenn Sie hier klicken.
Lobbying
Zur Diskussion und Umsetzung des NGO-Empfehlungskataloges lobbyierte die NGO-Task Force bei PolitikerInnen und Regierung. In diesem Kontext erhielten alle männlichen Abgeordneten zum Nationalrat einen Brief mit der Aufforderung zum Tragen der weißen Schleife während der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. Weibliche NR-Abgeordnete erhielten ebenfalls einen Brief mit der Information über diese Aufforderung. Alle Abgeordneten bekamen nochmals den Hinweis auf das Handbuch für ParlamentarierInnen zur Europaratskampagne.
Die internationale Tagung 'Stop domestic violence against women' - 10 Jahre österreichische Gewaltschutzgesetze wurde ebenfalls mit an die 400 TeilnehmerInnen erfolgreich im Rahmen der Europaratskampagne von 5.-7.11.2007 in Wien und St. Pölten durchgeführt.
Aktionen
Ein parteiübergreifendes Netzwerk wurde mit dem Ziel gegründet, häusliche Gewalt verhindern und den Opfern zu helfen. Besonderes Hauptaugenmerk gilt dabei der Frauenhelpline 0800/222 555, einer anonymen und kostenlosen 24-Stunden-Telefonberatung, die im Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser angesiedelt ist.
Aktive Unterstützung für die Europaratskampagne kam auch von der Plattform gegen die Gewalt in der Familie. Mit den Ausstellungen "Hinter der Fassade" und "bildergegengewalt" konnten wir einen weiteren Beitrag zur Sensibilisierung für das Thema der geschlechtsspezifischen Gewalt leisten. Am 20. Juni 2007 fand unsere Veranstaltungsreihe ihren Höhepunkt in einer Charity-Auktion zugunsten der Frauenhelpline 0800/222 555 gefunden.
Impressionen von allen Veranstaltungen finden Sie hier.
Abschlusskonferenz im Österreichischen Parlament
Mit der Abschlusskonferenz am 29. und 30. April 2008 ist die Europaratskampagne 'Stop domestic violence against women' zu Ende gegangen. Anfang Februar ersuchte die NGO-Task Force mit einem Brief an alle LandtagspräsidentInnen um aktive Beteiligung und Einbringen des Themas in die Landtage. Dabei wurde insbesondere um die Unterstützung der Frauenhäuser und Opferschutzeinrichtungen gebeten, sowie um die Beteiligung an der White Ribbon Kampagne um ein deutliches Signal gegen Gewalt an Frauen zu setzen.
Im Kampf gegen Gewalt an Frauen sind wir nicht allein. Diese PartnerInnen haben uns bei der Europaratskampagne unterstützt: Klicken Sie hier




