Heartbeat

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Junge Beziehung ohne Gewalt

Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF hilft Jugendlichen auf dem Weg in gewaltfreie Beziehungen

Die Fähigkeit zur gewaltfreien Kommunikation und zur Konfliktlösung will der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser Jugendlichen im Rahmen eines neuen Präventionsprojektes näher bringen. „Mit unserem Präventionsprojekt Heartbeat wollen wir Jugendliche auf Warnzeichen von Gewalt in Beziehungen aufmerksam machen und ihnen Wege aus der Gewalt aufzeigen", betont Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser. „Wir wissen inzwischen relativ viel über Gewalt in Partnerschaftsbeziehungen von Erwachsenen, während Gewalt in Teenagerbeziehungen noch weitgehend unerforscht ist. Mit unserem neuen Projekt betreten wir Neuland in der Gewaltprävention und wir wollen damit  auch ein Signal an Politik und Wissenschaft senden, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen“, so Rösslhumer.

Romantische bzw. sexuelle Beziehungen spielen in Pubertät und Jugendalter eine wichtige Rolle. Leider machen manche Jungen und Mädchen in dieser prägenden Zeit auch erste Erfahrungen mit Beziehungsgewalt. Es wird davon ausgegangen, dass Gewalt in Teenagerbeziehungen ähnlich weit verbreitet ist wie in Partnerschaften von Erwachsenen. In Österreich muss davon ausgegangen werden, dass eine von fünf Frauen von Gewalt durch einen nahen männlichen Angehörigen betroffen ist.

 

Übergroße Aufmerksamkeit und Anhänglichkeit werden oft als Liebesbeweise verstanden. Sie können jedoch auch erste „Warnzeichen“ für kontrollierendes und manipulierendes Verhalten sein, das sich zum „Beziehungsterror“ auswachsen kann. Verbale Demütigungen und Drohungen, Telefonbelästigung, Stalking und Bloßstellungen im Internet sowie Körperverletzung und Vergewaltigung sind Formen von Beziehungsgewalt, die traumatisierend wirken und nachhaltig schädigende Folgen für die physische, psychische und soziale Entwicklung von jungen Menschen haben können.

 

Workshops für Jugendliche

 

Im Rahmen des Projekts werden Jugendliche über gesetzliche Regelungen zum Schutz vor Beziehungsgewalt und Stalking informiert. Einrichtungen, die Hilfe und Intervention bei Beziehungsgewalt anbieten, werden vorgestellt. Szenarien zum Ausstieg aus Gewaltbeziehungen werden gemeinsam mit den jugendlichen TeilnehmerInnen entwickelt.

 

Gleichzeitig sollen LehrerInnen und JugendsozialarbeiterInnen in ihrem Erziehungsalltag in einer konsequenten Haltung gegen jegliche Form von Gewalt gestärkt werden. Als Vertrauenspersonen sollen sie dahingehend fortgebildet werden, wie sie betroffenen Jugendlichen Wege zu Unterstützung und Hilfe weisen können.

 

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser ist gemeinsam mit Organisationen in Tübingen, Stuttgart, Budapest, London und Lorca (Spanien) an diesem Projekt beteiligt. Es wird von der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des Daphne-III Programms gefördert.

Das Projekt ist gefördert von der EU Komission Daphne.

 

Rückfragehinweis:

Mag.a Maria Rösslhumer

Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser

Tel. 0664/793 07 89

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und

Mag.a Sandra Messner

Tel. 0650 / 72 02 123

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